Die Bergkrankheit oder der Einfluss des Ersteigens grosser Höhen auf den thierische Organismus / von Conrad Meyer-Ahrens.
- Meyer-Ahrens, Conrad, 1813-1873.
- Date:
- 1854
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Credit: Die Bergkrankheit oder der Einfluss des Ersteigens grosser Höhen auf den thierische Organismus / von Conrad Meyer-Ahrens. Source: Wellcome Collection.
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![,^änben ju frieren. 25ie Siefpiration war nterfUd^i gel^emmtj bod^ irar er noc^ weit entfernt, fid^ fo übet ju befinben, ba^ er fi^ »erantaft gefunben berabjufteigen. unb Siefpiration waren fe^r befct)teunigt. ©a er in ber fe^r troefnen Äuft febr häufig atbnten niufte, fo war er nid^t überrafd^t, baf ihm ber ©dblunb fo trodfen würbe, ba^ ihm baö SSerfdbtucfen oon SSrot 0dbmerjen oerurfad^te. SSor ber 5lbfabrt leidste .^opf= fdbmerjen gehabt, weld^e üon ben ?lnfirengungen beg »ergangenen S;ageö unb ben Siadbtwacben b«r>^übrten) biefe .^opffd^merjen be= hielt er ben ganjen Sag, ohne ba^ ftd fidh oerftärEten. Da§ waren alte S5efdhwerben, bie er empfanb ^). Ungefähr im fetben ober fotgenben Sah« unternahm 3iobert= fon mit 0acharoff eine Äuftfahrt »on 0t. Petersburg auS. Bei einem Barometerfianb »on 27 (Shermometer lö*’ [weldhe 0cata?]) bemerften bie Suftfahrer ein eigenthümlicheS 0aufen in ben Dhren, unb biefeS unangenehme ni^t, bis fie wieber in ben untern 0dhidhten ber 3ltmofphäre angefommen waren. Bei einem Barometerfianb »on 24 gab man einem Eieinen Bogel bie Freiheit, ber »on ber .!^öhe ju leiben fchien. 6r woßte aber bie ®onbel ni^t »erlaffen j enblich nöthigte man ihn bajuj er fiel nun wie ein 0tein auf einer leidet geneigten ßbene, unb eS fah aus, wie wenn er längS eineS 0eiteS hinunl«9ifitcte/ bei= nahe ohne bie Slügel ju bewegen. SJtan lie^ bann eine Saubc loS, aber Eaum h«tlc fie bie ©onbel »erlaffen, fo Eehrte fie, in= bem ihr baS 2)?ühe madfite, jurütf, um ft^ auf baS 0tridEwerE beS BaßonS nieberjulajfen, unb reifte bann langfam mit ihm. 0ie ahnte bie Gefahr fotdhermafen, ba^ fie fidf) »on 0adharoff greifen lie^, ber fte bann auS ber ®onbel warfj nun flieg fie hinunter, inbem fie fich brehte unb »ergeblichc 2lnflren= gungen machte, um ben Baßon wieber ju erreidhen. Bei einem Barometerftanb »on 22 (Shermometer 41/2®) fanb 0adf)aroff wenig Beränberung im ®ange beS PutfeS unb beS QlthmenS. ßr gab einer jweiten Saube bie Freiheit. 0ie fchlug »ergeblidb mit ben klügeln unb fe^te fidf) aufS 0chiffdhen, baS fie nidht »crlaffen woßte. 2Äan mufte fie h^^^uSfiürjen. ÄohlenfaureS ®aS entwidh auf biefer ^öhe mit auferorbentlicher Slaf^h^it ’) Journal de physique a. a. £5. p. 454 — 462.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22350238_0100.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)