Die Geschwulste des Nervenstystems : Hirngeschwulste, Ruckenmarkgeschwulste, Geschwulste der peripheren Nerven: win klinische Studie.
- Bruns, Ludwig.
- Date:
- 1897
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Credit: Die Geschwulste des Nervenstystems : Hirngeschwulste, Ruckenmarkgeschwulste, Geschwulste der peripheren Nerven: win klinische Studie. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![selbst wenn sie ihr Mark verlieren. Selten bestebt die wuchernde Substanz an den Nervenstammen aus Sarkoin- oder Myxomgewebe — sogenannte Neurosarkome oder Neuromyxoma Isolierte Neurofibrome sind vor allem haufig am Acusticus, aber auch an anderen Nerven der hinteren Schadelgrube beobachtet worden; sie machen bei weiterem Wachstum dann sehr wohl zu lokalisierende Symptome, zunachst vielleicht langere Zeit reine Storungen an dem Hornerven oder seltener am Hor- und gleich- seitigem Gesichtsnerven, spater Symptome vonseiten des Hirnstammes, spez. des Pons, des Kleinhirns sowie der anderen Nerven der hinteren Schadelgrube, da sie ja in dem Winkel zwischen Pons, Medulla oblongata und einer Kleinhirnhemisphare, wie Fig. 8 zeigt, liegen; Geschwiilste des Kleinhirnbriickenwinkels (Henneberg). Doch kommen Neurome auch an anderen Hirnnerven vor, z. B. am Trigeminus in der mittleren Schadel- grube (Hartmann). Richter und Thorn sen beobachteten ein Neuro- fibrochondrom am r. Oculomotorius als Ursache einer rezidivierenden Oculomotoriuslahmung. Multiple Neurome, namentlich auch doppelseitige, an den Hirnnerven, an denen des Riickenmarks, der Plexus und der Peripherie mit entsprechenden Symptomen (Kompression einzelner Teile des Zentralnervensystems) sind in seltenen Fallen sogenannter multipler Neurofibromatose gefunden worden; diese Falle sind in neuester Zeit von Berggriin zusammengestellt; auch intrazerebral konnen dann gleich- zeitig Fibrome sich finden. Ich habe weiter oben schon ausfuhrlich erortert, dass zu den Degenerationsformen der Sarkome, Fibrome und speziell der Endotheliome auch die Yerkalkung gehort, und dass, wenn diese Yerkalkung eine sehr ausgedehnte ist, man auch von Psammosarkomen, Psammofibromen oder auch einfach von Psammomen spricht. Ich habe aber angefuhrt, dass ich, mehr aus praktischen als sachlichen Grander], als eigentliche Psammome nur diejenigen kalkhaltigen Geschwiilste bezeichnen mochte, die gerade an solchen Stellen auftreten, die unter normalen Umstanden schon Kalk, den sogenannten Hirnsand, enthalten; das sind vor allem die Zirbeldriise und die Plexus chorioidei der Ventrikel. Man hat die hier entstehenden Geschwiilste auch als Acervulome bezeichnet. Die Zirbel- driise besteht nach Ziegler aus Bindegewebe, welches zahlreiche, annahernd kuglige Hohlraume einschliesst, die wieder von einem zellenhaltigen Netz- werke durchsponnen werden. In den Hohlraumen befindet sich schon normaliter Hirnsand. Nimmt diese Kalkbildung, die wohl durch kalkige Degeneration der normalen Zellen entsteht, sehr zu, und vermehrt sich zu gleicher Zeit auch die bindegewebige Grundsubstanz, so sind die Psammome fertig. Naturlich kann unter Umstanden auch hier das Binde- gewebe sarkomatos entarten, so dass es sich dann urn Psammosarkome handelt (Fig. 12). Die Kalkkorperchen zeigen die bekannte konzentrische Schichtung und eigentumliche Lichtbrechung, manchmal haben sie auch stachlige Auslaufer. Die Psammome der Zirbeldriise sind meist klein, konnen aber bei ihrer Lage liber den Vierhiigeln doch sehr bestimmte Symptome hervorrufen. Eine namentlich in histologischer, speziell in histogenetischer Be- ziehung sehr interessante und viel umstrittene Geschwulstform des Gehirnes ist das sogenannte Cholesteatom oder die Perlgeschwulst. Es handelt sich hier um entweder ganz kleine, nur senfkorngrosse oder mehr aus- gedehnte, bis Huhnerei- und Apfelgrosse erreichende Geschwiilste, die](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21270788_0051.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)