Klinik der Krankheiten des Kehlkopfes und der Luftröhre nebst einer Anleitung zum Gebrauche des Kehlkopfrachenspiegels und zur Localbehandlung der Kehlkopfkrankheiten / von Dr. Ludwig Türck, ... Mit 260 dem Texte eingedruckten Holzschnitten und I Steindrucktafel.
- Ludwig Türck
- Date:
- 1866
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Credit: Klinik der Krankheiten des Kehlkopfes und der Luftröhre nebst einer Anleitung zum Gebrauche des Kehlkopfrachenspiegels und zur Localbehandlung der Kehlkopfkrankheiten / von Dr. Ludwig Türck, ... Mit 260 dem Texte eingedruckten Holzschnitten und I Steindrucktafel. Source: Wellcome Collection.
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![„Winke] sehen,z.B. einenTheil des Schlundes, oder hinter den hän-„ „genden Gaumen in die Nasenhöhlen, so müssen die Strahlen gebro-,, „chen werden und erfordern Spiegel für die Licht- und Reflections-^ „leitung. Er bildet einen zu diesem Behufe construirten Ansatz an seinen „Lichtbehälter ab, ein Rohr, in dessen vorderem Ende sich neben einander zwei imter beiläufig Ad^ mit der Spiegelfläche nach vor- und aufwärts geneigte Spiegel befinden, oberhalb deren das Rohr eine grosse Oeff'nung besitzt. Viel später erzählte Wilde in seiner Ohrenheilkunde von einem Falle in dem er versuchte die Tubenmündungen mittelst eines kleinen Spiegels zu untersuchen. Baumes ging hierin 1836—1838 noch weiter. Der Bericht der mediz. Gesellschaft zu Lyon sagt dar- über, dass man mittelst Baumes's Speculum (sein Kehlkopfspiegel, 6. Beilage) Entzündungen und Geschwüre am hinteren Ende der Nasenhöhle, im Kehlkopf und Rachen erkennen kann ^). Wenn Bozzini's Verfahren beinahe unbrauchbar war, so haben Wilde und Baumes ganz den Weg betreten, den wir auch gegenwärtig gehen. — Wenn letzterer, wie es nach dem Bericht scheint, die Rhinoskopie wirklich geübt hat, so kann diess bei der Grösse seines Spiegels nur in einzelnen besonders geeigneten Fällen gelungen sein. Wie aber bei der Laryngoskopie, so war es auch bei der Rhi- noskopie erst der neuen Zeit vorbehalten, sie in eine praktisch brauchbare üntersuchungsmethode umzugestalten. Um diese Um- gestaltung hat sich Czermak dadurch verdient gemacht, dass er die Rhinoskopie neuerdings angeregt 2) und geübt ^), so wie auch das Verfahren verbessert hat (s. später) *). *) »Par ce moyen, on peut reconnaitre facilement les inflammations, engorge- ments ou ulcerations que Ton ne pouvait que soup^onner k l'extremite posterieure des f'osses nasales, au larynx et dans quelques parties du pharynx.« Verneuil 1. c. 2) Wien. Med. Wochenschr. Nr. 16, 1858. 3) Wien. Med. Wochenschr. Nr. 32, 1859. *) Die Untersuchung des Nasenrachenraumes ist wegen Enge des Inspec- tionsraumes zwischen dem weichen Gaumen und der hinteren Rachenwand, we- gen grösserer Reizbarkeit oft sehr schwierig und in einzelnen Fällen auch jetzt noch unausführbar. Zum Theil durch ein paar ähnliche Fälle, die mir zuerst unter die Hand kamen, wurde ich veranlasst, die von Czermak als Vorschlag wieder an- geregte Untersuchung des cav. pharyngo-nasale für unausführbar zu halten (1. c. Nr. 5). Nicht wenig trug dazu die Beschaffenheit anderer gleichzeitig von Czermak vor- gebrachter Projecte bei (s. p. 9 Anmerkung). Von meinen Verbesserungen jener Untersuchungsmethode wird später die Rede sein.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21000451_0032.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)