Die Verletzungen und chirurgischen Erkrankungen der peripherischen Nerven / von Th. Kölliker.
- Kölliker, Theodor (Hans Theodor Alfons), 1852-
- Date:
- 1890
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Credit: Die Verletzungen und chirurgischen Erkrankungen der peripherischen Nerven / von Th. Kölliker. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![erstreckt; es sind also die Zellen der Ganglien bipolar, was auch nach neueren Untersuchungen (Iiis, Ram6n y Cajal) für die scheinbaren unipolaren Ganglienzellen der höheren Wirbelthiere Geltung hat, indem deren einfache Ausläufer sich immer in einen aufsteigenden und emen absteigenden Schenkel (tubes en T, Ranvier) spaltet. Das Auftreten der peripherischen Nerven geschieht m der vierten Woche. , . , j Die weitere Entwicklung der Nerven geht so vor sich, dass zu- nächst Bündel feinster Nervenfäserchen entstehen, welche parallel ver- laufen lind weder Kerne noch Zellen aufweisen. Hierauf wird von den die Nerven umkleidenden mesoderraalen Elementen eine zeilige bcheide o-ebildet, die Zellen dieser Scheide wuchern in das Innere der Nerven, so dass ieder einzelne Achsencylinder schliesslich seine Scheide, die so- genannte Schwann'sche Scheide hat. Die Zellen der Schwann sehen Scheiden sind zu Anfang kurz, so dass auch die Ranvier sehen Seg- mente beim Embryo kürzer sind als beim Erwachsenen. Durch Langs- wachsthum der Segmente, sowie durch Entwicklung neuer Segmente (Anlegung neuer Zellen der Schwann'schen Scheiden an die bchnur- stellen, die dann zu neuen Segmenten auswachsen [Vignal]) geschieht dann das weitere Wachsen der Segmente. Das Nervenmark, welches nach den Beobachtungen von Flechsig von den Nervenzellen aus sich entwickelt, betrachtet man als eine Ab- lagerung aus dem Blute, die bei den peripherischen Fasern unter Ein- wirkung der Zellen der Schwann'schen Scheide, bei den centralen hingegen, wo diese Scheide fehlt, unter Vermittlung der Neuroglia- zellen zu Stande kommen könnte. §. 2. Das Nervengewebe setzt sich zusammen aus Nervenzellen und Nervenröhren. Die peripherischen Nerven anlangend, interessiren uns in erster Linie die Nervenröhren oder Nervenfasern. Dieselben setzen sich aus drei Bestandtheilen zusammen, dem central gelegenen Achsen- cylinder, dem denselben umgebenden Nervenmark, auch Markscheide genannt, und der äusseren Umhüllung, einer Kerne führenden Hülle, der Schwann'schen Scheide. Die Achsencylinder setzen sich zusammen aus ausserordenthch feinen Fäserchen, den Achsenfibrillen, und einer spärlichen Menge Zwischensubstanz, dem Neuroplasma (A. v. Kölliker) Der Achsen- cylinder, welcher nicht hohl ist, sondern eine weiche Masse darstellt, besitzt, wie es scheint, eine zarte, homogene Hülle. Man unterscheidet feine, mitteldicke und dicke Nervenfasern und entspricht diesem Unterschiede ein Durchmesser von 1—4, 4—9 und 9—20 a Die Stärke einer Nervenfaser steht nicht ausser allem Zu- sammenhange mit der von ihr gelieferten Leistung, so da^s man im Allgemeinen den Satz aufstellen darf, dass die feineren Fasern den sensiblen, die stärkeren aber den motorischen Nerven angehören, doch ist nicht ausser Acht zu lassen, dass alle Nervenfasern m ihrem Ver- laufe zur Peripherie abnehmen und dass die längsten Spmalnerven- fasern in ihren Wurzeln am dicksten sind. (Schwalbe). Die Nervenfasern verlaufen entweder bis zu ihrem Ende ungetheilt, oder sie theilen sich namentlich in ihrer Endausbreitung Die letzten Endigungen sind entweder freie Endigungen oder schembare Netze.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21778140_0038.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)