Zur feineren Anatomie des centralen Nervensystems / von A. Kölliker.
- Kölliker, Albert von, 1817-1905.
- Date:
- 1890
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Credit: Zur feineren Anatomie des centralen Nervensystems / von A. Kölliker. Source: Wellcome Collection.
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![%!!• w'i vX(> I ,]W H, S5s jsSi . J*“(W. ö,SkJ % , l%nf- ■ Ästhet le nicht nem S«l<i,s r ilüfiei löüen «•Sen ^ Stelle im», me '-/ngst StoiabeH l’riijie wäre, wenn die An- ilasmaforlsäUe der Nerven- dlens auch an Gefäße sieb •rk p. 26). Hir selbst iK es es m sehen, itbrill jedoch hü ‘'fJlffldbt’r hierauf kein 9, dass ich diesen U\ adere. udsbesoüdereBeii' »n Forlsäuen, *,r‘*1**' ße» dieselbe“ n vohl a“cb iS G,^rl \riiel ?U«n Zur feineren Anatomie des centralen Nervensystems. II. 39 abdruck p. 13). Da jede Nervenfaser künstlich gereizt nach zwei Seiten leitet, so müssten die Protoplasmafortsätze der motorischen Zellen des Markes, wenn sie wirklich leiteten, bei Reizung der motorischen Wur- zeln, die Erregung weiter leiten. Da nun aber eine solche Leitung nicht statt hat, und keine Bewegungen vom Marke aus erfolgen, schließt Gad, dass die genannten Fortsätze nicht cellulifugal leiten, sondern nur ,cellulipelal. Ich schließe aus dem genannten Versuche, dass diese Fortsätze in keine r Richtung leiten, denn wenn sie überhaupt Lei- : tungsorgane wären, so müssten sie dies nach beiden Richtungen thun, indem sie sonst physiologisch gar nicht verwerthbar wären. f) Endlich möchte ich noch betonen, dass auch bei der Annahme, dass die Protoplasmafortsätze einzig und allein der Ernährung dienen, die physiologischen Verhältnisse des Markes an der Hand der jetzt be- Ikannt gewordenen Thatsachen mit Leichtigkeit sich deuten lassen, wie .das Folgende lehren wird. Als Gesammtergebnis der bisherigen Erörterungen würde sich -somit Folgendes herausstellen. 1) Einwirkungen von cenlripelal leitenden Nervenfasern auf Ner- venzellen und centrifugal leitende Nervenfasern gestalten sich im ein- ’.fachsten Falle so, dass die ersteren mit ihren Endigungen durch Kon- ttakt auf die Zellen einwirken und durch diese deren nervöse Fasern (erregen. 2) In verwickelteren Fällen besteht die cenlripetale Leitung aus zwei oder mehr Gliedern und zwar a) aus einer centripetalen Nerven- faser, b) aus einer von den Enden dieser Faser erregten Zelle, die 'wieder auf die von ihr entspringende Nervenfaser in centripetaler IRichtung einwirkt. Diese Faser kann dann centrifugal leitende Zellen (beeinflussen oder es kann möglicherweise noch ein drittes centri- ;petal leitendes Glied sich einscliieben oder noch mehrere solche. In derselben Weise kann auch die centrifugale Leitung sich vervielfachen und aus zwei, drei oder vielleicht noch mehr Gliedern sich aufbauen, - von denen jedes aus einer Zelle und einer centrifugal leitenden Faser besteht. Verwickelter werden die Verhältnisse dadurch, dass 1) bei allen oder wenigstens der Mehrzahl der Glieder durch Collateralen 'Nebenwirkungen möglich sind und 2) dass eine und dieselbe Zelle auf (mehrfachen Wegen in Erregung versetzt werden kann, wie z. B. die -motorischen Zellen des Markes einerseits durch centripetal wirkende -sensible Fasern und andererseits durch centrifugal leitende Pyramiden- l'fasern. Vergleicht man diese Hypothese mit der allgemein gültigen von dem Nervennetze, das alle Theile vereint und verknüpft, so ergiebt sich,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22381909_0081.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


