Über wahre epithel führende Cystenbildung in Uterusmyomen / von Carl Breus.
- Date:
- 1894
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![Die meisten das Cystomyom behandelnden Autoren erwähnen ihr Vorkotumen gar nicht, so selbst Rokitansky^), Virchow^), Klob^) und Gusserow*). Fritsch sagt noch in der letzten Auflage seines Lehr- buches diesbezüglich nur: ,Als sehr grosse Seltenheit hat man auch in einem Polypen (i. e. submucösen Myom) eine mit Gylinderepithel aus- gekleidete Cyste gefunden.^) In den vorher citirten, bezüglich der Literatur gewiss sehr gründlichen Dissertationen, sind üUl* zwei Angaben über Epithel in Cystomyomen bei Heer) erwähnt, welche dieser aber selbst bezweifelt. An unzweifelhaften Mittheilungen über echte, epithelial ausgeklei- dete Cysten in üterusmyomen liegen unseres Wissens nur vor die von Babes, Diesterweg, C. Rüge imd C. Schroeder. Das Entstehen der Cystomyome dieser Kategorie kann, wie die Seltenheit des Vorkommens andeutet, nicht an so einfache und häufig zutreflfende Bedingungen geknüpft sein, wie; es bei den ersterwähnten Cystenfomen, den Degenerationscysten, der Fall ist, deren Grundlage bekanntlich die in Neubildungen so gewöhnlichen regressiven Metamor- phosen abgeben. Die Frage nun, wie Epithel führende sogenannte echte Cysten in üterusmyomen oder -myofibromen zu Stande kommen und woher speciell Lehi-buch d. patli. Änat. III. Band. ^) Geschwülste, III. Band. •j Path. Anatomie der weiblichen Sexualorgane. *j Neubildungen des Uterus. ]878. 5j Krankheiten der Frauen. 1892. p. 248. ) 1. c. p. 51. „Mit Epithel war die Innenfläche, mit Ausnahme weniger Fälle, nicht bedeckt, wir haben darüber nur zwei Angaben gefunden. Gordon fand eine Cyste, deren innere Wand mit Epithel belegt war, aber nur ein Ovarium wird als vorhanden erwähnt, die Wand der Cyste soll in Schichten spaltbar gewesen sein. Uns will aber der Fall der Beschreibung nach immer als eine Combination von einem grossen fibrocystischen Tumor mit Ovariencyste imponiren. Auch K an vi er und Malassez haben in denkleinen Cysten der Corps fibreux ä ge'odes ein pflasterförmiges epithel gesehen, welches auf ganz frischen Präparaten, von einer Gastrotomie her- rührend, demonstrii-t werden konnte. Wir haben nichts Derartiges gefunden und uns erscheinen diese Angaben desshalb etwas zweifelhaft, weil die glatten Muskelfasern, welche die Innenfläche bilden, sich epithelähnlich anordnen können und vielleicht für solche genommen worden sind; die vielen negativen Befunde sprechen dagegen. ■](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21990396_0009.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


