Untersuchungen über den Bau der Eihäute bei Säugethieren / von K. Friedrich Jos. Birnbaum.
- Birnbaum, Karl Friedrich Joseph.
- Date:
- 1863
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Credit: Untersuchungen über den Bau der Eihäute bei Säugethieren / von K. Friedrich Jos. Birnbaum. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Einmal sah ich eine grosse Zelle mit einfacher Wand, leicht granulirtem Inhalt und im Innern derselben vier in einer Reihe stehende Kerne, ebenfalls granulirt, mit deutlichem Kernkörperchen (Fig. 15 e): ich muss das Ganze für eine einfache sehr stark vergrösserte P]pithelialzelle halten, wenn sie auch alle anderen Aveit an Grösse überragt, und nicht für einen aus einem Kern entstandenen „Hohlraum'', da letztere nie granulirten Inhalt, in ihrem Kern nie ein Kernkörperchen, überhaupt höchstens zwei Kerne und ausserdem bei dieser •Grösse meist noch doppelte Wand zeigen. Die Hohlräume oder richtiger gesagt Blasen, denn mit solchen haben wir es eigentlich zu thun, Epithelialblasen, wie ich sie nennen will, ragen vermöge ihrer Grösse etwas über das übrige Epi- thelium hervor und scheinen mit einer wasserhellen Flüssig- keit gefüllt und kugelig vorgewölbt zu sein, wie man an der veränderten Lichtbrechung unter dem Miki'oscop erkennt. Dass sie nicht etwa durch „eingesogene Wassertropfen entstanden sind, kann ich mit Bestimmtheit behaupten, da ich sie auch fand, wenn ich das Amnion für sich ohne Wasserzusatz prä- parirte und nur im Liquor Ämnü untersuchte: es treten auch da die Blasen ganz in derselben Weise hervor, wie beim Un- tersuchen mit Wasser, wie ich mich ganz vor Kurzem noch einmal auf das Bestimmteste überzeugt habe. Bei Zusatz von Essigsäure zu dem Amnionepithel treten nur die Kerne der unveränderten Zellen deutlicher hervor, die Blasen bleiben unverändert. Verdünnte Aetzkalilösung löst den Inhalt der ursprünglichen unveränderten Zellcnkerne auf, macht ihn voll- kommen durchsichtig und lässt dann den Korn als Bläschen mit scharfmarkirter Membran erkennen: ebenso Liqu. Kali carb. Beide haben in schwacher Lösung keinen Einfluss auf die Epithelialblasen. Durch starke kaustische Kalilösung wer- den die Epithelialzellen und ihre Kerne rasch, die Blasen erst nach längerer Einwirkung, zerstört und in eine amorphe Masse verwandelt, Sublimatlösung lässt den Inhalt der Blasen etwas geti-übt erscheinen. Angesäuerte Jodtinctur färbt die](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22269691_0066.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)