Plan des menschlichen Gehirns; auf Grand eigener Untersuchungen entworfen von Paul Flechsig. Mit erläuterndem Texte.
- Paul Emil Flechsig
- Date:
- 1883
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Credit: Plan des menschlichen Gehirns; auf Grand eigener Untersuchungen entworfen von Paul Flechsig. Mit erläuterndem Texte. Source: Wellcome Collection.
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![wi«^(lor ab, l>i.s (vgl. S. 14) scliliesslicli olicrliallt des ohcren Vierhüg'clpaares überhaupt nicht mehr eiitspivcheiide l'aseni iiachzuvveisi'U sind. Sie schlagen meist schon vorlicr eine andere Richtung ein; und es lassen sich etwa vier Kndignngs-, be/. Urs])riings\veis('n derselben unterscheiden (die Leituugs- richtung muss dahingestellt bleiben). a) Bereits i'rülier wurden erwähnt Bahnen des Sehhügelsystems, (Vicq d'Azyr'sches und Meynert'sches Bündel), deren Fortsetzung in der Formatio reticularis zu suchen sein würde, sofern sie sich überhaupt S(» weit nach abwärts erstrecken. Diese Verbindungen sind also hypo- thetisch. b) Schon bei Erwähnung des Meyuert'schen Bündels wurde hervor- gehoben, dass dasselbe zum Theil aus Fasern besteht, welche aus dem centralen Höhlengrau um den 3. Ventrikel hervorgehen. Es scheint, dass alle Faserzüge, welche jenes centrale Höhlengrau mit tieferen Ab- schnitten des Medullarrolires verbinden, in die Grosshirnschenkel hau be ein- treten, wu sie zum grössten Theil in der Formatio reticularis, zum Tlicil vielleicht auch in den hinteren Längsbüudeln gesucht werden müssen. (Erklärt sich hieraus, dass Reize, welche das centrale Höhlengrau um den 3. Ventrikel treffen, auf die in der Formatio reticularis gelegeneu wichtigen Centralapparate z. B. das Athmungscentrum eiuwirken?) c) Weit ausgiebiger als mit den vorgenannten grauen Massen sind die Verbindungen der Formatio reticularis mit den Vierhügeln. a) Dieselben sind gegeben einmal in der unteren Schleife. Aus dem unteren Vierhügel hervorgehend (9 x) legen sich deren Fasern zunächst der Schleifenschicht nach aussen an, schicken aber noch im Bereich der Vier- hügel Fasern in die Formatio reticularis. In tieferen Ebenen lässt sich die untere Schleife bis zur oberen Olive, bez. zum Corpus trapezoideum verfolgen. Fraglich ist es mir, ob ein Theil ihrer Fasern noch weiter nach abwärts gelaugt und etwa nach hinten aussen von den grossen Oüven nach aljwärts zu den Seiteustraugresten (Grenze gegen die Vorderstranggrund- bündel ?) zieht. Weiter als in das obere Halsmark würden aber — nach den Ergebnissen der Entwickelungsgeschichte — auch diese Fasern nicht nach abwärts reichen. ß) Die Fasern aus dem oberen Vierhügel zur Formatio reticularis (obere Schleife anderer Autoren) gehen aus dem tief liegenden Mark des Vierhügels hervor und breiten sich (zwischen HI und IV auf der Tafel, roth punktirt) über den ganzen Querschnitt der Formatio reticularis aus; zum Theil lagern sie sich der Schleifenschicht und oberen Schleife un- mittelbar an, sodass sie in diese Bündel überzugehen scheinen. Da über- haupt eine scharfe Grenze zwischen Formatio reticularis und Schleifenschicht nicht besteht (Henle bezeichnet letztere als vorderen weissen Saum der](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21222423_0041.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)