Drei Bücher von den Kontagien, den kontagiösen Krankheiten und deren Behandlung / Hieronymus Fracastoro. Übersetzt und eingeleitet von Viktor Fossel.
- Girolamo Fracastoro
- Date:
- 1910
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Credit: Drei Bücher von den Kontagien, den kontagiösen Krankheiten und deren Behandlung / Hieronymus Fracastoro. Übersetzt und eingeleitet von Viktor Fossel. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![nennt. Das Pkyma bildet sieb aus entzündetem Blute, _ das dicker ist als jenes, welches den Furunkel bervorbringt. Pkygetklon ist, was wir der Äbnlicbkeit wegen „Bi'od“, andere aucb° Bubo nennen, obgleich es welche gibt, die mit Bubo das bezeichnen, was in weichen Fleischteilen, Phygethlon aber was in nervösen Partien sich entwickelt, hier entweder aus reinem oder mit zartem Schleim vermengten Blute. Ist jedoch das Blut zugleich erhitzt und fauüg, so entstehen Pestbubonen, denen Avicenna den Namen Althoin gibt. Ist das Blut nur subtil und fließt es nach der äußeren Haut, so führt es zu pustulösen Abszessen. Ist es nicht erhitzt, doch heiß gemacht, so daß es gleichsam siedet, so produziert es Exantheme, die Plinius Eruptionen von Papeln, das Volk aber Hitzblattern nennt, wegen der Siedhitze, wie ich glaube. Die Pusteln ragen kaum über die Haut empor, sind rot, zusammenfließend, be- sonders bei Kindern anzutreffen, wenn sie unter äußerer Hitze leiden. Es gibt zwei Gattungen: die einen sind trocken und röter, Avicenna nennt sie die „Nachtpflanze“; die anderen sind weißrötlich infolge des mit zartem Schleime gemengten Blutes. Die Griechen nennen sie id'qoja, wir Sudamina, Avicenna Schweißausbrüche. Wird das Blut nach einer Weile dicker und zugleich faulig, ohne sich zu entzünden, jedoch mit zarter Galle vermengt, so ruft es die sogenannten Morbillen hervor; ist zarter Schleim dabei, so kommt es zu Variola, welche beide von den Griechen kt-uvx%'jfxarci genannt werden. War Schleim zugegen, der auf der Haut Tumoren erzeugt, der seine Feuchtigkeit bewahrt, von der Wärme nicht gereizt, von der Kälte nicht zum Gerinnen gebracht wird, dann bilden sich weiche Schwellungen, die man ol§i]\iara nennt. Manche übersetzen diesen Ausdruck schlechtweg mit dem Worte Tumoren, meiner Ansicht nach ein zu geringer Begriff. Die Araber haben dafür den Namen Undimia. War der Schleim durch Hitze oder Kälte verhärtet, so bildet er den Scirrhus, darunter die Strumen, die die Griechen yoiqctdctc, nennen, und die Nodi, die sie mit yuyylia bezeichnen, und eine Gattung von Drüsen und Gummen. Noch gibt es Warzen, im Volke Porra genannt, welche, wenn sie auf breiter Basis sitzen, [xvQuijxtcc (myrmekia) heißen, gleichsam ameisenförmige Gebilde, weil sie nach innen zu punktartige Spuren verursachen, sowie Ameisenstiche. Ist aber deren Basis kleiner, gleichsam suspendiert, so nennt man](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24858249_0089.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)