Anleitung zur qualitativen und quantitativen Analyse des Harns : sowie zur Beurtheilung der Veränderungen dieses Secrets mit besonderer Rücksicht auf die Zwecke des praktischen Arztes : zum Gebrauche für Mediciner, Chemiker und Pharmaceuten / bearbeitet von C. Neubauer, J. Vogel.
- Neubauer, Carl, 1830-1879.
- Date:
- 1872
Licence: Public Domain Mark
Credit: Anleitung zur qualitativen und quantitativen Analyse des Harns : sowie zur Beurtheilung der Veränderungen dieses Secrets mit besonderer Rücksicht auf die Zwecke des praktischen Arztes : zum Gebrauche für Mediciner, Chemiker und Pharmaceuten / bearbeitet von C. Neubauer, J. Vogel. Source: Wellcome Collection.
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![an Intensität ab, bleiben aber bis zum Eintritt der rothen Modification sichtbar. Fast gleich' zeitig mit n und ß, meist aber etwas später, tritt zwischen b und F, fast genau durch die letztere Linie begrenzt, ein dritter Streifen y auf, der, in dem Maasse als jene erblassen, an Deut- lichkeit zunimmt, gegen Ende derReaction seine grösste Intensität erlangt, aber schliesslich bei fortschreitender Einwirkung der Salpetersäure auch verschwindet. Interessant ist, dass dieser Streifen^- übereinstimmt mit dem Absorptionstreifen y des Urobilins (siehe dieses). Jaffe*) und Fudakowski **). 3. Eine Lösung von Bilirubin in überschüssiger Natronlauge wird an der Luft grün. Das Bilirubin geht unter Sauerstoff auf nähme (Maly***) in Biliverdin über. b. Biliverdin €j6 H^g N^ O4 [C32 His N2 Os]. Das Biliverdin findet sich wahrscheinlich im icterischen Harn, der nach längerem Stehen grün geworden ist. In Alkohol löst sich das Biliverdin mit prachtvoll grüner Farbe; in Wasser, Aether und Chloroform ist es nicht löslich. 1. In Alkalien löst sich das Biliverdin mit grüner Farbe zum Unter- schied von Biliprasin, welches von Alkalien mit brauner Farbe aufge- nommen wird. Beim längeren Stehen der alkalischen Lösung geht das Biliverdin schliesslich in Biliprasin über. 2. Eine alkalische Lösung von Biliverdin zeigt mit Salpetersäure dieselben Reactionen wie das Bilirubin. Die Farbe wird zuerst blau, dann violett, roth und zuletzt schmutzig gelb. c. Biliprasin G^g H22 Ng Og [C32 H22 N2 O12]. Das Biliprasin findet sich in geringer Menge in den Gallensteinen. Wahrscheinlich kommt es auch in der Rindsgalle und auch häufig im icterischen Harn vor. 1. Das Biliprasin ist in Wasser, Aether und Chloroform unlöslich. Alkohol löst es mit schön grüner Farbe, die auf Zusatz von Ammoniak in Braun übergeht. (Unterschied von Biliverdin.) 2. In Alkalien löst sich das Biliprasin leicht auf. Die verdünnten Lösungen haben dieselbe Farbe wie stark pigmentirter icterischer Harn. (Auf Zusatz einer Säure geht die braune Farbe wieder in eine grüne über. Unterschied von Bilifuscin). Da der braune icterische Harn bei frei- williger Säuerung, sowie auf Zusatz einer Säure, dieselbe Farbenver- änderung zeigt, so muss man schliessen, dass darin das Biliprasin in vor- wiegender Menge vorhanden ist. (Stade 1er.) 3. Eine weingeistige Lösung von Biliprasin zeigt mit Salpetersäure dieselbe Reaction wie das Bilirubin und Biliverdin, nur das Blau ist sehr zurüktretend oder undeutlich. d. Bilifuscin (€ig Hgo Ng O4 [C32 H20 N2 Os] • Das Gallenbraun ist in geringer Menge bis jetzt nur in den menschlichen Gallensteinen ge- ) Journ. f. pr. Chem. Bd. 101, p. 401. ) Zeitschrift f. analyt. Chem. Bd. 8, p. 516. •) Journ. f. pr. Chem. Bd. 104, p. 34.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21069086_0104.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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