Anleitung zur qualitativen und quantitativen Analyse des Harns : sowie zur Beurtheilung der Veränderungen dieses Secrets mit besonderer Rücksicht auf die Zwecke des praktischen Arztes : zum Gebrauche für Mediciner, Chemiker und Pharmaceuten / bearbeitet von C. Neubauer, J. Vogel.
- Neubauer, Carl, 1830-1879.
- Date:
- 1872
Licence: Public Domain Mark
Credit: Anleitung zur qualitativen und quantitativen Analyse des Harns : sowie zur Beurtheilung der Veränderungen dieses Secrets mit besonderer Rücksicht auf die Zwecke des praktischen Arztes : zum Gebrauche für Mediciner, Chemiker und Pharmaceuten / bearbeitet von C. Neubauer, J. Vogel. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![2) Der phosphorsaure Kalk betrug im Durchschnitt von 52 Bestimmungen 0,31 bis 0,37 Grm. Das Maximum war im Mittel 0,39 bis 0,52, Grm., nur einmal wurden 0,616 Grm. entleert. Das Minimum war ziemlich constant 0,25 Grm., nur eiinnal betrug es 0,15 Grm. 3) Die phosphorsaure Magnesia betrug im Mittel von 52 Beobachtungen 0,64 Grm. Das Maxinunn war durchschnittlich 0,77, luu einmal wurdfsn 0,938 Grm. entleert. Das Minimum belief sich im Mittel auf 0,5, sank jedoch einmal auf 0,178. 4) Im normalen Zustande werden naliehin durchschnittlich auf 1 Aeq. 3 CaO, PO5, 3 Acq. 2 MgO, PO5 entleert. In 100 Theilcn bestehen die gesanunten Phosphate durchschnittlich aus 67 ^lo phosphorsaurer Magnesia und 33^/o phosphorsaurem Kalk. 5) Eingenommene Kalksalze gehen nicht oder nur in sehr geringer Menge in den Harn über; die Gesanuntmenge der normal ausgeschiedenen Phosphate erleidet dadurch keine erheb- licke Vermehrung. 6) In Krankheiten scheint die absolute Menge der Erdpliosphate, so wie das relative Ver- hältniss zwischen Kalk- und Magnesiaphos])hat sehr von der normalen Ausscheidung abzuweichen. Erkennung. Die Erkennung der Phosphorsäure im sauren Harn unterliegt keinen Scliwierigkeiten; der sogleich durch Amnion entstehende Niederschlag von ausgeschiedenen P^rdphosphaten liisst über die Anwesen- heit dieser nicht im Zweifel. Oh aher der Harn ausser der mit dem Kalk und der Magnesia niedergefallenen Phosphorsäure noch andere enthält, findet man leicht, sobald man den durch Amnion entstandenen Niederschlag abtiltrirt und das mit Essigsäure angesäuerte Filtrat mit Uranlösung prüft; ein hierdurch entstehender gelblich - weisser Niederschlag* wird uns den übrigen Gehalt an Phosphorsäure zu erkennen geben. In einem alka- lischen Harn finden wir die Erdphosphate im Sediment, und wird dar- über bei diesen die Rede sein. Will man in dem durch Amnion ent- standenen Niederschlage, der also aus phosphorsaurem Kalk und phosphor- saurer Ammon-Magnesia besteht, den Kalk von der Magnesia trennen, so löst man den Niederschlag in p]ssigsäure, setzt etwas Salmiak und dar- auf eine Lösung von oxalsaurem Amnion hinzu, wodurch der Kalk als oxalsaurer gefällt wird, während die Magnesia in Ivösung bleibt und aus dem Filtrat durch Zusatz von Amnion wieder als phosphorsaure Ammon- Magnesia niedergeschlagen werden kann. §. 18. Eisen. A. Vorkommen. Das Eisen findet sich meistens nur in äusserst geringer Menge in der Harnasche. Enthält ein Harn Blut, so gelingt es leichter. Eisen in der Asche nachzuweisen. ß. Chemisches Verhalten. 1. Schwefelammonium erzeugt in Eisenoxydul- und Eisenoxydlösungen einen schwarzen, in Salz- und Salpetersäure leicht löslichen Niederschlag von Schwefeleisen. 2. Ferrocyankalium erzeugt in Eisenoxydlösungen einen tief blauen Niederschlag von Eison - Ferrocyanid (Berlincrblau). In Eisenoxydul-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21069086_0080.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)