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Credit: Gesammelte Schriften / von Joh. Nep. Czermak. Source: Wellcome Collection.
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![Klapper besitzen diese am hintern Schwanzende gewiss nur einen ein- fachen hornigen Ueberzug, der nach vorn unmittelbar in die Schuppen- haut tibergeht, selbst aber der Schuppen entbehrt und wie eine tuben- förmige Kappe die Spitze des Schwanzes bekleidet.« Bei ausgebildeten Thieren besteht jedoch die Klapper aus meh- reren bis 20 ja 40 [?]) hohlen, hornigen Gliedern, welche auf eine eigentümliche Weise lose, aber sicher an einander hängen, —und hat eine pyramidale, von beiden Seiten zusammengedrückte Gestalt, so dass man an ihr eine rechte und eine linke, je mit einer Längs- furche versehene Seitenfläche; einen obern, dem Rücken des Thieres, und einen untern, dem Bauche des Thieres entsprechenden Rand, eine nach hinten gerichtete Spitze und eine nach vorn gekehrte über das Schwanzende gestülpte Basis unterscheiden kann Fig. 2;. Die einzelnen Glieder nehmen gegen die Spitze der Klapper an Grösse ab und sind im Allgemeinen dünnwandige, aus einer trocknen, scheinbar homogenen, manchmal von natürlichen Lücken durchbro- chenen Hornmasse bestehende Stücke von seitlich abgeplatteter, conisch-mützenförmiger Gestalt und verengter Basalöflnung, welche als genaue Abdrücke der jeweiligen Form der Hautverdickung des Endkörpers durch zwei quere ringförmige Einschnürungen — eine obere hintere), breitere, und eine untere (vordere), schmalere — in drei Ausbuchtungen zerfallen, die nach oben (hinten) an Grösse ab- nehmen und durch eine auf jeder der beiden Seitenflächen befindliche Längsfurche in je zwei nicht ganz congruente Hälften getheilt werden (Fig. 4 A — H . Diese Asymmetrie der Hälften, auf deren Folgen ich noch zurückkomme, ist jedoch weniger durch die Lage der Längs- furchen , als vielmehr durch die Form der Ausbuchtungen selbst be- dingt , indem dieselben an der, dem Dorsalrande der Klapper ent- sprechenden schmalen Seite der Glieder näher an einander rücken und niedriger sind, als an der entgegengesetzten. Die beschriebenen Glieder sind nun so in einander gefügt, dass jedes folgende Glied die mittlere und die obere (hintere Ausbuchtung des vorhergehenden Gliedes in seine untere (vordere und mittlere Ausbuchtung aufnimmt (Fig. 7 , und dass somit an der unverletzten Klapper nur die untersten (vordersten Ausbuchtungen der Glieder frei zu Tage liegen.l) Oefihet man daher an einer Klapper eine der frei zu Tage liegen- 1 Beiläufig bemerke ich, dass die unbedeckten Theile der Glieder an den von mir untersuchten Klappern eine glatte glänzende Oberfläche hatten, während die bedeckten meist wie mattgeschliffenes Glas aussahen. Erstere waren zugleich an einem Exemplar weit dunkler gefärbt als letztere.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21903980_0001_0426.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


