Volume 1
Die Harze und die Harzbehälter mit Einschluss der Milchsäfte : historisch-kritische und experimentelle in Gemeinschaft mit zahlreichen Mitarbeiten ausgeführte Untersuchungen / von A. Tschirch.
- Alexander Tschirch
- Date:
- 1906
Licence: Attribution-NonCommercial 4.0 International (CC BY-NC 4.0)
Credit: Die Harze und die Harzbehälter mit Einschluss der Milchsäfte : historisch-kritische und experimentelle in Gemeinschaft mit zahlreichen Mitarbeiten ausgeführte Untersuchungen / von A. Tschirch. Source: Wellcome Collection.
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![Alkohol ausgewaschen wurde. Das ablaufende Filtrat mischte sich klar mit Wasser und gab keinerlei Fällung. Mit dem auf diese Weise erhaltenen Niederschlag wurden Stick- stoffreaktionen angestellt, welche positiv ausfielen. Der Körper lieferte sowohl die Pyrrolreaktion mit Kaliumhydroxyd erhitzt (Leiten der Dämpfe über einen mit Salzsäure befeuchteten Holzspahn [Kotfärbung]), als auch gab er die Berlinerblau-Reaktion. Ferner wurden einige Tropfen des Balsams mit Wasser versetzt, die Lösung filtriert und zu dem Filtrat etwas frischbereitete Guajak- tinktur hinzugefügt. Es trat bald eine Blaufärbung ein, was auf das Vorhandensein von Enzymen schließen ließ. Die bräunlichgelbe Flüssigkeit, die sich beim Versetzen des Balsams mit Wasser über dem kompakten graugelben Niederschlag abgesetzt hatte, wurde mit Alkohol versetzt. Hierbei bildete sich ein gelblicher Niederschlag, der gesammelt wurde. Mit diesem Niederschlag wurden Stickstoffreaktionen vorgenommen, indem sowohl die Pyrrol- reaktion als auch die Reaktion von Lassaigne ausgeführt wurden, die ein positives Resultat lieferten. Sodann wurde der Niederschlag so lange mit Wasser ausgewaschen, bis das ablaufende Wasser mit Alkohol keine Fällung mehr lieferte. Das hierbei ablaufende wässerige Filtrat gab mit frisch bereiteter Guajaktinktur und Wasserstoffsuperoxyd eine Blaufärbung, was auf das Vorhandensein von Oxyd äsen schließen ließ. Mit dem durch Zusatz von Alkohol erhaltenen Niederschlag wurden Lösungsversuche angestellt. Derselbe löste sich in verdünnter Salzsäure sowie in 1% Kalilauge langsam. Es wurde schließlich in 1/2% Kalilauge gelöst und mit verdünnter Salzsäure wieder ausgefällt, jedoch war die reinweiße Fällung, als wir sie auf einem Filter ge- sammelt und getrocknet hatten, so gering, daß wir keine weiteren Versuche damit anstellen konnten. Der Niederschlag wurde mit Wasser aufgenommen und zur Trockne eingedampft. Es blieb ein gelblicher Rückstand, welcher mit Wasser aufgenommen, beim Schütteln sehr stark schäumte. Eine Probe dieser Lösung, mit Bleiacetatlösung (1+9) versetzt, lieferte keinerlei Fällung. Die Reaktionen auf Zucker, welche wir sowohl mit Fehlingscher Lösung als auch durch die Furfurolreaktion anstellten, lieferten ein negatives Resultat. Das alkoholische Filtrat, welches wir beim Versetzen der bräunlich- gelben Flüssigkeit mit Alkohol von dein entstandenen Niederschlag](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28120942_0001_1084.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


