Volume 1
Die Harze und die Harzbehälter mit Einschluss der Milchsäfte : historisch-kritische und experimentelle in Gemeinschaft mit zahlreichen Mitarbeiten ausgeführte Untersuchungen / von A. Tschirch.
- Alexander Tschirch
- Date:
- 1906
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Credit: Die Harze und die Harzbehälter mit Einschluss der Milchsäfte : historisch-kritische und experimentelle in Gemeinschaft mit zahlreichen Mitarbeiten ausgeführte Untersuchungen / von A. Tschirch. Source: Wellcome Collection.
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![oder doch wenigstens einige derselben zu den Terpenen in Beziehung stehen. (Vgl. oben S. 167.) Ich habe sie (vgl. oben S. 685) von einem hydrierten Beten abgeleitet. Was nun die Beziehungen der Harzsäuren unter einander betrifft, so tritt eine solche z. B. bei der Abietinsäure und Dextropimarsäure klar zu Tage. Sie sind die Glieder einer homologen Reihe. Sie unter- scheiden sich, wenn wir für Abietinsäure noch die Formel C19H1802 annehmen, durch 1 CH2. Zu diese]' Reihe oder in deren Nähe gehört vielleicht auch die Illurinsäure, die Copaivasäure und Metacopaiva- säure, die nur im Wasserstoff etwas differieren. Bei der Illurinsäure und der Copaivasäure beträgt die Differenz ein Mehr von 2H, bei der Metacopaivasäure ein Mehr von 4 H, bei der Abietolsäure ein Minus von 2H gegenüber den betreffenden Gliedern der homologen Reihe der Abietinsäure, andere differieren auch im Sauerstoff. Andererseits unterscheidet sich die Trachylolsäure und die Iso- trachylolsäure von der Dammarolsäure nur durch ein Mehr von 8 H. Sie können also als Octohydrodammarolsäuren betrachtet werden. Verdreifacht man ferner die Formel der Abietinsäure, so kommt man zu der Formel C57 H840 6; die alsdann zur Formel der Dammarolsäure und der Trachylolsäure Beziehungen zeigt, vervierfacht man die Formel der Pimarsäure, so erhält man eine Formel C80H120O8, die nur durch 3 Sauerstoffatome sich von der Formel der Succinoabietin- säure unterscheidet. Diese Relationen ließen sich noch mannigfach ver- mehren. Andererseits treten auch hier, zu den Cholesterinen Beziehungen hervor (vgl. die Tabellen auf S. 1082). Übrigens dürften viele Harzsäuren der Formeln C20H30O2 und C19H28 02 (siehe die Tabelle S. 1073) nicht nur isomer, sondern sogar identisch sein. Ich habe sie bis zur Entscheidung der Frage auseinander gehalten. Über die eine Sonderstellung ein- nehmenden Elemisäuren und Eleminsäuren vgl. S. 460. Bemerkenswert erscheint die relativ große Resistenz der Resinol- säuren gegen schmelzendes Kali und die Tatsache, daß einige (Abietiu- säure, Buccinoabietinsäure) hierbei Bernsteinsäure liefern. Die Bestimmung der Jodzahl ist nicht überall durchgeführt worden und allgemeine Schlüsse lassen sich daher noch nicht daraus ziehen. Immerhin es dürfte wahrscheinlich sein, daß sowohl in der Illurinsäure und in der Sandaracopimarsäure, wie in der Palabietinsäure und dem Euphorbon zwei doppelte Bindungen sich befinden. Die Ergebnisse der Jodzahlbestimmungen waren folgende: Jodzahl Zur Bilduug von ( CüoHaoOgJa verlangte Jodzahl=126. / CMH,00,J* „ „ —1«8- Sandaracopimarsäure 139.7](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28120942_0001_1106.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


