Emil du Bois-Reymond's Vorlesungen über die Physik des organischen Stoffwechsels / herausgegeben von R. du Bois-Reymond.
- Du Bois-Reymond Emil Heinrich, 1818-1896.
- Date:
- 1900
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Credit: Emil du Bois-Reymond's Vorlesungen über die Physik des organischen Stoffwechsels / herausgegeben von R. du Bois-Reymond. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![vergleichbar, die nur brennt, so lange fiir Zufubr von l^uft unci Brenninaterial und Abzug von llaucli und Ascbe ge- sorgt wil’d. Ohne Ziil'ulir von Brenninaterial verzehrt sicli das Feuer; haufen sicli die Verbrennungsprodukte, Wasser- danipf, Kohlensaure und Asclie an, so erstickt es. Ebenso ist es niit dem dynaniisclien Gleichgewiclit der Materie ini Organisinus; Leben kann nur bestehen, wenn fortwahrend Stoffe zu- und abgefiilirt werden konnen, und zwar zu und von jedem Bunkte des Organisinus. Zum Tlieil geschielit dies auf allgemein bekannte und leiclit verstiindliche Weise durcli grob meclianisclie ]\lassen- bewegungen, wie zum Beispiel die Strbmung des Blutes in den Gefassen, die Bewegung der Atliemlult in den Broii- cliien, die Bewegung der Secrete in den Ausfulirungs- giingen der Driisen. llier ist die bewegende Kraft durch inechanische Vorriclitungen gegeben: im Fall der Blutge- fiisse durch die fortwahrend thiitige Flerzpumpe, fiir die Athniung durch die Athembewegungen des Brustkorbes, fiir die Fortbewegung des Darminlialts durch die peristal- tisclie Contraction des Darnirohrs und die Bauchpresse; ja, wenn man will, ist jede Bewegung der Anne und Beine auch hierher zu rechnen, da vermoge der in Lyinph- gefassen und Blutgefassen vorhandenen Klappen jeglicher ausserer Druck den in ihnen kreisenden Strom fordert. Zum anderii Theile aber erscheinen die Stoffwechsel- vorgiinge als Molekularbewegungen, deren treibende Krafte nicht ohne weiteres zu erkennen sind, und die daher unter den verschiedenen Benennungen der Absorption, Resorption, Secretion, Excretion, Exhalation seit langer Zeit Gegenstand voreiliger Speculation gewesen sind. Man betrachtete sie als iModificationen der dem lebenden Organisinus zuge- schriebenen eigeiithiimlichen „Lebenskraft“, die man iibcrall zu Iliilfe nahm, wo die bekamiten chemischen und phvsi- kalischen Gesetze zur Erklarung der Thatsachen nicht aus- zureichen schicnen. Hiervon mag ein Beispiel angefiihrt werden; Das Blut, das durch die Gefiisse den verschiedenen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21725883_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)