Zur Heilung grösserer Defecte der Tibia durch gestielte Haut-Periost-Knochenlappen / von A. Eiselsberg.
- Eiselsberg, Anton, Freiherr von, 1860-1939.
- Date:
- [1897]
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Credit: Zur Heilung grösserer Defecte der Tibia durch gestielte Haut-Periost-Knochenlappen / von A. Eiselsberg. Source: Wellcome Collection.
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![Metastasen in den Rippen und der Lunge ein Daucrresultat nicht erzielt worden, der bisherige günstige Verlauf im zweiten Falle be- rechtigt jedoch mit grosser Sicherheit zu dieser HofTnung. ■ Sicherlicli ist diese Methode jedweder Transplantation fremden, todten Materials vorzuziehen. Aber auch die Ein])nanzung von Knochenmaterial, welches vom selben Menschen anderswoher ent- nommen worden ist, dürfte in Bezug auf seine Ausdehnung seine Grenze haben, und es ist zweifelhaft, ob das Resultat stets so gut sein wird, wie in einem Falle von Bramann (complicirte Ilumerus- fractur mit Defect), in welchem ein 8 Ctm. langes, frei verpflanztes Stück Tibia. (vom Patienten selbst entnommen) einheilte und damit den Defect deckte. Endlich aber scheint es mir gerade für den Fall grösserer Tibiadefectc wünschenswerth, die Fibula intact zu lassen, so dass auch die so ingeniöse Methode Hahn's entschieden hinter die Auto- plastik zu stellen ist, bei welcher eine Verletzung der Fibula ver- mieden wird. Die Nothwendigkeit, bloss einen schmalen Ernährungsstiel zu belassen und diesen Stiel noch um 180° zu drehen, hat allerdings etwas Beunruhigendes an sich; doch liegen ja analoge Ver- hältnisse bei der Rhinoplastik vor, deren Berechtigung durch die zahlreichen Erfolge wohl hinreichend bewiesen ist. Diese Knochen- operationen, bei deren Ausführung man streng aseptisch verfahren muss, sollen in einem Augenblick gemacht werden, in welchem womöglich jedwede Eiterung fehlt oder im chronischen Zustande sich befindet. Gerade in den vortrefflichen Resultaten, welche Bardenheuer durch Abspaltung der Knochen zum Ersatz eines fehlenden Nachl)ar- knochens (Gramer, Thiel, Wildt, Stern) oder durch üeberpflanzung des Knochens (Beyer) erzielte, scheint mir ein weiterer Beweis für die Brauchbarkeit der Autoplastik zur Deckung grösserer Knochendefecte zu liegen. Was die Verwerthbarkeit dieser Methode für Defecte anderer längerer Röhrenknochen anlangt, möchte ich mit Müller glauben, dass die gleiche Operation am Femur wegen der tiefen Lage desselben erhebliche, wenn auch nicht unüber- windliche Schwierigkeiten bieten würde, sodass daselbst die Rc- section mit irgend einer Nahtmethode vorzuziehen sein wird. An der oberen Extremität wird nur selten eine derartige Auto-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21223385_0014.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)