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Credit: Handbuch der pathologischen Anatomie / von E. Klebs. Source: Wellcome Collection.
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![penweise, meist zugleich an verschiedenen Körperstellen, haben die Hautfarbe oder sind bräunlich gefärbt. Zwischen ihnen bil- j den sich hie und da Acne-artige, linsengrosse, blaurothe Kno- i ten, in denen ein eitriger Inhalt vorhanden sein kann. Zwischen den Knötchen schuppt sich die Epidermis. Jedes Knötchen be- steht aus verhornten Epidermiszellen und sitzt in der Mündung eines Haarbalgs, lässt sich ohne Verletzung der Oberhaut ab- heben (Hebra). G. Simon dagegen bildet unter Lichen eine Papel vom Arm eines Knaben ab, die aus einer Anschwellung der Cutis besteht, ohne Betheiligung der Epidermis und des in der Mitte sitzenden Haarbalgs (1. c. Tab. IV. 4.). Beim Anste- chen von Lichen-Papeln tritt nach ihm Blut hervor. Die Affection ist nicht juckend, ungefährlich und schwindet mit der Beseitigung des Grundübels. b. L. ruber. (Rothe Schwindflechte.) Hebra. Be- j steht aus getrennt auftretenden röthlichen, hirsekorngrossen Knöt- chen, auf gleichfalls gerötheter Grundlage. Zuerst tritt die Ef- florescenz in scharf umschriebenen Plaques auf, verbreitet sich dann aber mehr und mehr, bis sie die ganze Körperoberfläche einnimmt. Die Haut verdickt sich dabei um das doppelte, so dass die Bewegungen erschwert, die Glieder in halbgekrümmter Stellung verharren. Es entstehn, namentlich an den Fingerge- lenken, blutende und schmerzende Querrisse. Die Nagelsubstanz wird entweder dicker, uneben, brüchig oder sie bildet sich un- regelmässig in Form dünner abstehender Platten. Die Kopf-, Scham- und Achselhaare bleiben unverändert, die Haare des Stamms verkümmern dagegen; die Haarbälge j werden daselbst trichterförmig erweitert und „sehen wie meh- j rere lose ineinandersteckende Düten aus, in deren Mitte das Haar sitzt“ (Hebra). Nach dem Tode schwindet die Haut- ] Schwellung vollständig. Ohne eine Concurrenz anderer Krankheitserscheinungen magern die j Befallenen schnell ab und gehen marastisch zu Grunde. 3. Strophulus, llitzbliitterclien, kommen fast ausschliesslich bei . Neugeborenen, dann in der Dentitionsperiode vor, sind von < keinen erheblichen Allgemeinerscheinungen begleitet. Im Gesicht j und an den Armen erscheinen entweder vereinzelte Knötchen, j die blass bleiben können oder von einem schmalen rothen Hof j umgeben sind (Str. candidus) oder sie treten auf einer geröthe- I ten Fläche gruppenweise auf (Str. confertus, engl. red-gum\ I Die erstere Form besteht gewöhnlich länger, als die zweite. I](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24990826_0084.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)