Allgemeine Anatomie : Lehre von den Mischungs- und Formbestandtheilen des menschlichen Körpers / von J. Henle.
- Friedrich Gustav Jakob Henle
- Date:
- 1841
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Credit: Allgemeine Anatomie : Lehre von den Mischungs- und Formbestandtheilen des menschlichen Körpers / von J. Henle. Source: Wellcome Collection.
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![fammen unb öerfdS^wmben auä) mUnd)t öletd^^ettig, fo t>a^ man ntd[)t fagen fann, eg kbinge etn6 ba^ anbete. SSd bm |)o()eren, ^ufammengefe^ten I^rüfen aber tf! ik SBanbung permanent, Ut Snbalt wecbfelnb. S5et jenen üeröangltcben :©rufen mu^tc man an^ nehmen, bag ba^ S5(ut nod) im auSgebilbeten Äorper bie Sdbtgfeit beft^t, einen ^eimpoff ab^ufe^en, tt?elcber ftcb in ^üEe unb (Son^ tentum, b. fy. in ^rufenwanb unb beeret fc^eibet. SSon ben ptv- manenten Brufen beft^t ta^ SSlut ^xoax t)k (5ontenta, ja ju bc^ jlimmten 2eben6jeiten entwicfelt ea biefelben felbjtjldnbig, aber biefe ]5)aben nic^t bie Äraft, ^Id^cben ober 3eEen ju bilben, unb ba^ Sßlüt bebarf ber prdformirten Sßdnbe, um ft^ ber ^Cbfonberungg^' materien ju entlebtöen. (^o ijl e6 5. S5. mit ber Wü(^. Sbre S5ereitung b^ngt jundcbfl nicbt t)on einer erbosten S()dti9!eit ber S3ru|ibrufe ah, benn tt?enn biefe auö irgenb welcben ©runben un- tbdtig bleibt ober ju fungirrn aufbort, fo finben ftcb bie cbarafte^^ rij^ifi^en S5ejlanbtbei(e ber SJ^ilcb bennocb im ^(utc. Zilnn jur 2(u6fcbeibung berfelben ill bie^rüfeunentbebrlid), unb wenn fte i^ren ^ienft »erfaßt, fo bleibt ba$ S5(ut mit ben au^^ufonbemben ©toffen gefdttigt unb wirb untauglicb gur dxnä^xmQ. So ij! ea mit ber ©alle, mit htm ^axn, beren wefentlicbe S3ej!anbtbeile nacb untere: bru(fter ©ecretton an allen ^rten beponirt werben. 2(l{erbtngg geben ffe al6bann aucb in anbere ©ecrete über, aber nidjt burcb 2{bfonbes rung, fonbern burcb 2(u6fcbwi^ung; fte werben t)on anberen £)rufen nicbt angezogen, fonbern burcbgelaffen. v^ierüber fogleicb nocb dn paar SBorte. ©ine nocb \)o\)txt S5ebeutung, aia in bm jule^t er^ wdbnten permanenten i^rüfen, gewinnt bie ^rufenwanb in ben ©ierßocfen unb ^oben. Zn fte ift felbft bk tppifcbe ©ntwirfelung be^ ©ecreteö gebunben. S}?an fonnte nicbt wiffen, ob bk SJiaterien, m^ welcben ffcb bie 3eugung6flufftgfeilen bilben, jur 3cit ber Viu hcxtät imS3lute entj!el)en ober nicbt, weil man fte nur an ben mi^ froffopifcben Elementen erfennt: allein eS bleiben nacb ©rpirpation ber Brufen aucb hk begleitenben ©rfcbeinungen ber ©efcbledjt^reife aua, ein S3ewei6, \)a^ biefe burcb bie (^rijlenj ber £)rufen be- flimmt wirb. 23on t>en Seilen ber Seber bleibt nocb ju erforfcben, ob fte ftcb auflofen unb bejidnbig neu erjeugen^ ober ob fte bie in ibrem Sn^ nern entbaltene glüfftgfeit in bie 2(uSfubrung§gdnge burcbfcbwt|en laffen. Sm le^teren galle würbe hk 3ßanb ibrer Seilen ber Timica propria anberer :^rüfen entfprecben, im erften ^aUc waren fie ben](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21058167_1007.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


