Allgemeine Anatomie : Lehre von den Mischungs- und Formbestandtheilen des menschlichen Körpers / von J. Henle.
- Friedrich Gustav Jakob Henle
- Date:
- 1841
Licence: Public Domain Mark
Credit: Allgemeine Anatomie : Lehre von den Mischungs- und Formbestandtheilen des menschlichen Körpers / von J. Henle. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
51/1092 page 21
![wetd^e In SJ^ifd^un^en, beren S5ej!anbt^et(e nur \d)wa^ äebunben fet)en, ein 2fu§etnanbertt?eic]^en ber Ztomt unb SSerbinbung nad^ netten, natürlid^eren ^rbnungen bemtrfen foH. ©old^e ^vfd)ütte- tunken fet)en t^eiB med^anifd^e, ti)cil$ werben fte burd^ eine in Serfe^ung begriffene glufftgfeit unb burd^ bie Strömungen, weldf)e t)on biefer c^n^tUn, l)en)or9ebrad)t. @egen biefe S!)eorie (dp ftd^ mand^erlei einwenben. TOerbingS c^uht e§ Stoffe, bie burc^ btofe S5erü()run3 ober geringe (5rn)drmung ftd^ ^^cxfi^en, wie bie fnaEfauren ©al^e, (5!)(orj!idPf!off u. bgl. 2{ber bie 3erfe|ung beS Sßafferjlofffuperorpb^ (dp ftd^ nid)t auf biefe SBeife erfldren, ^a fte nur üon tx>enigen Äor:pern (9)(atin, ©olb, (Silber, gaferjloff) bewirft wirb. Sie big fu()rt einige gdlle an, wo offenbar eine ^i- fd^ung, inbem fte ftd^ jerfe^t, tik anbere jur Serfe^ung gleid)fam t)erfu^rt\ dt erinnert j. fS. baran, wie 3inn, wetd)e6 bie ©at^ peterfdure leidet aber t>a§ SBaffer nur fd)wer jerlegt, bei ber 2Cuf- lofung in üerbunnter (Salpeterfdure anä) eine (ebt)afte SÖSafferjer^ fegung t)eran(affe. 2(ud^ bei ber @d()rung fd^eint eine Serfegung, be§ germentS, \^k anbere, be§ 3ndfer§, ^u bebingen. 2Cber ber ©runb biefer 59?ittf)eilung fann nid)t b(o6 t>k erregte (^rfd^utte- rung ober Bewegung fetjn. Sßdre hk§> ber gaü, fo mußte bie @d()rung, einmal burd^ germent eingeleitet, ami) ol)ne germent weiter gel)en, benn bie Bewegung in ben Zf)eii<^tn ber 3ud^erlofung müßte biefelbe S33irfung l)aben, wie hu Bewegung im germent. 2Cud& mußten, wenn t)k ^ontactfubftanjen nur erfd^ütternb wirf- tm, bie ^robucte ber gerfegung in allen gdllen biefelben fe^n. 35ie ^robucte ber gdulniß ftnb aber t)on benen ber trodfnen ^e- fttUation üerfc^ieben. (Snblid^ Idßt ßiebig'S S:i)eorie bie (Sontact^ wirlung ber ©d&wefelfdure ganj unerfldrt. ^ie Sßiebererjeugung beS germenta htx ber ®dl)rung üergleid^t fitebig ber S5ilbung üon ^ralfdure a\x^ ^;t:amib^ Sßirb ndmlid^ ^ralfdure mb $Dxamih pfammengebrad^t, fo jerlegt bie ®dure ha^ ^ramib fo, ha^ ftd& mit ben S5e|!anbt^eilen be6 SQSaffer^ 2lmmoniaf unb wieber ^]cal- fdure bilbet. £)te urfprüngli^ §ugefegte, fo wk hk neuerjeugte ®dure tl)eilen ftd^ in baS 2(mmonia!; e6 ijl alfo nad() ber 3er= fegung bc§ D]camibS wieber ebenfo uiel freie ©dure üor-^anben 1 X>k organifc^e ©{)emie in ii)uv ^(nwenbung auf JfgvicuUut: unb §)I;t)fios togte. aSrnunfd^it). 1840. ©. 202 — 205.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21058167_0051.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


