Allgemeine Anatomie : Lehre von den Mischungs- und Formbestandtheilen des menschlichen Körpers / von J. Henle.
- Friedrich Gustav Jakob Henle
- Date:
- 1841
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Credit: Allgemeine Anatomie : Lehre von den Mischungs- und Formbestandtheilen des menschlichen Körpers / von J. Henle. Source: Wellcome Collection.
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![fte^t fte cineinönberjlogcn unb ftc!) ^u otogen glocfen üerbinben, hk gan§ n)te öefc&molacnea itnb unregelmdgtg jerflt)ffene^ gett auäfefjett. @e§t man einem Stopfen 5l}2ild[) ein paar Stopfen concenttitte ^f^ ftgfdure ju, unb bringt ba§ ©emifd^) al^bann unter ba§ 9)?ifroffop, fo fü\)t man feine, ober nur fel)r tvenige orbentltdS)e !Diild[)!ügeIcf)en mel)r; bie meij!en ftnb ju einem ober einigen unrege(ma§igen ^dut^ eben jufammengeflolTen, bie man fcbon mit Mogem 2{uge auf ber Dberflac|)e beö übrigeng f(ar geworbenen Sropfena erfennt. £)iefels btn SSerdnberungen treten im S3erlaufe einiger Sage ein, wenn t)k^xid), fiö) felbji überladen, burcb Umwanblung beö 5^i(cl^ju(fera fauer wirb'. ^a6 S5erbalten ber 9}?ilcbfügeld)en gegen ^ffigfdure beweift, b'ag bicfelben nic{)t einfache S^ttmolecute, fonbern öon einer felbfl^ jldnbigen 9J?embran umgeben ftnb. £)ie allmdbüge 2(ufiofung hu^ fer!Ü?embran burcb bie (Sffigfdure veranlagt bie Umwanblung, weld)e bie $0?ilcbfugelcben erleiben, inbem ber eingcfcbloffene ©toff juerfl bie v^utte ungleicbmdgig au^bebnt, bann f)ie unb ^a austritt, unb nun erfi alß> Sropfcben erfcbetnt, bie, wenn bie ^üde ganj aufge^ lo|l i|l, jufammenfliegen. ^afur fpred)en nod) anbere Sbatfacben. ^en folgenben S3erfuc{) l^abe xä) oft wieberbolt. (5in Sropfen Tl\l(3^ würbe me]S)rere S[}iinuten lang mit 2let^er bigerirt. ©r blieb weig unb unter t>em SJJifroffop waren t>k SJ^ilcbfugelc^en nur wenig öerdnbert, üroa^ raub, tunjelig, jum Sl^eil wie jufammengefaEen. Scb fe^te etwaö ^fftgfdure ju, worauf ber Sropfen f)itlcx würbe unb bie 5Ö?ilcl)fugelcl)en hk oben befcbriebenen ^erdnberungen jeig^ ten. SBurben nun, nad^bem bie (Sffigfdure grogtentljeilö üerbunjlet war, aUxmai$ nur ein paar Sropfen 2(etl)er aufgegoffen, fo i^er^ fd)wanben augenblicflicb alle mifroffopifd&en S5eftanbtl)eile, t)k \^m Stopfen getrübt batten, unb erjt beim SSerbunften beö2Cetber§ fcbog gctt in fr^(!allinifcben ^üfdS)eln t)on S^abeln an, ober fd()lug ftcf; in grogen Sropfen nieber. %nö) in focbenbem 2{lfo|)ol üerdnbetn ftd) bie 9}?ilcbfügelcben nicbt leicbt. @e^t man aber wdbrenb beSÄocbena ju einer Seit, wo tk glüfftgfeit nocb trüb iji unb grogere ober fleinere gloifen in berfelben fcbwimmen, nur wenig ©fftgfdure §u, fo wirb fte äugen? 1 ©leid^seittg entmtd^eln ftc^ in ber lOlilc^ bte bei: (Sc^fmmelbilbung obcu @d()run9 etgent^ümltc^en (Elemente, bte, wie er«)di)nt, anfangg ben üerdnber- ten sOJild^fügeichen gleichen. Surpin (Atm. des sc. nat. 2e ser. VIIJ, 288) würbe baburc^ ju ber irrigen 2tnft(^t üerteitet, baf bie ^OJitc^fugel^en felbj^ ffc^ in (Sd^immel umwanbelten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21058167_0973.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


