Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn.
- Fritz Schaudinn
- Date:
- 1899
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Credit: Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn. Source: Wellcome Collection.
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![dom Boden des Gläsoliens diolit zusammeng-edrängt werden. Naclidem sie mit Paraffin durclitriinkt sind, läfst man das Gläschen in ^Vasser .selinell erkalten, wodurch sieh das erstere von der Glaswand zurückzieht. Durch Zerschlag(‘n des Cylinders erhält man einen schnittfertig-en Paraffinblock, in dem di(‘ Trichosphaerien so dicht liegen, wie man es ohne* Centrifuge nicht erreichen kann. Das Schneiden der Rhizopoden ist bisweilen, wenn zahlreiche s])röde Plasma-Einschlüsse vorhanden sind, recht schwierig. Um sehr dünne (i—2m) Schnitte zu erhalten, habe ich dann die von Hei der angegebene Methode des Überstreichens des Paraffinblocks mit Mastixcollodiumlösung benutzt. Bei Schnittfärbung gelingt es leicht, mit Alaunkarmin, Boraxkarmin, Cochenilletinctur, Fuchsin, Safranin, Thionin, Kernschwarz gute Färbun- gen der Kerne zu erhalten. Eine lange Färbung (24—36 Stunden) mit ver- dünntem Grenadier’schen Haematoxylin und Ausziehen mit salzsaurem Alkohol habe ich ebenfalls mit Erfolg angewendet. Sehr schöne Bilder lieferte eine Doppelfärbung mit Methylenblau und Brasilin, wobei ich in folgender Weise verfuhr: die auf Wasser gebrachten Schnitte kommen für fünf Minuten in eine wässerige Methylenblaulösung (concentrirt), werden hierauf gut mit Wasser abgespült und auf einen Tag in Brasilin gebi’acht. (Die Herstellung der von mir benutzten Brasilinlösung ist früher [96] be- reits angegeben.) Nachdem sie einige Stunden in 43 procentigem Alkohol ausgewaschen sind, werden* sie durch die Alkoholstufen auf Xylol gebracht und in Canadabalsam eingeschlossen. Mit dieser Färbung sind alle Fremd- körper, Faecalien u. s. w. blau, das Plasma rosa und die Kerne leuchtend roth gefärbt. Es scheint, als ob diese Doppelfärbung Ähnliches leistet, wie die von Rhumbler angegebene Methylgrün-Eosinmischung für andere Rhi- zopoden. Bei Trichosphaerium habe ich mit dieser Doppelfärbung keine so guten Resultate gehabt, wie bei anderen Rhizopoden. Endlich habe ich als vorzügliche Kernfärbung bei Trichosphaerium auch die Benda-Heiden- hain’sche Eisenhaematoxylinfärbung benutzt. Als Einschlufsmittel wurden aufser Canadabalsam und Dammarharz für bestimmte Zwecke (Studium der Hülle, achromatische Kernsuhstanz) auch Glycerin und essigsaures Kali angewendet. Zum Auffinden bestimmter Entwickelungsstadien auf Deckglasculturen und in Schnittserien ist ein verschiebbarer Objecttisch mit Nonien unent- behrlich. Ich benutzte einen solchen von Seibert. 2-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28081067_0015.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)