Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn.
- Fritz Schaudinn
- Date:
- 1899
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Credit: Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn. Source: Wellcome Collection.
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![sclieinung nicht zu erklären. Bei Cnlcituba habe ich ganz Ähnliclies (1895) l)eol>achtet und nachgewiesen, dals es durcli den Z(“rfäll eines grolsen. stern- rörinigen Individuums in viele Tochterthiere, die in radiärer Richtung sich weiter theilen, bedingt ist. Ganz dieselbe Ursache hat die Krsclieimmg aucli hier.' Fig. 6 T;d'. II stellt zwei Fral'sstellen des Trie/tosphaeriiun bei ganz ge- ringer Vergröl'serung (etwa 2:1) dar. In einer kreist’örinigen Stelle ist die Glaswand des Aquariums ganz von dem sie bedeckenden Filzwerk von brau- nen Algen und Diatomeen gesäubert. In der Mitte sitzen nur ganz verein- zelte Trichosphaerien, während sie am Rande dicht gehäuft sind. Eben.so wie bei Calcituhn kann man die weitere Ausdehnung der Frafs.stellen mit Hülfe des Horizontalmikroskops leicht beobachten ; auch die erste Entstehung ist nicht schwer zu eruiren. Wenn ein einzelnes Individuum auf eine un- versehrte Stelle des Diatomeenrasens gesetzt Avird, so verzehrt es zuerst seine Unterlage; hierdurch entsteht ein kleines Loch im Algenfilz. In Folge der guten Ernährung nimmt das Thier Sternform an (wie in Fig. 5 oder links unten Fig. 6 Taf. II), um sich zur Vieltheilung anzuscliickeii. Schon hierbei wird die Lücke erweitert. Bei der Trennung der Theilstücke von einander finden sie natürlich gute Nahrung nur nocli in radiärer Richtung. Sie theilen sich wieder und erweitern auf diese Weise immer mehr den Kreis. Die Zeit, in welcher ein Kreis, Avie er in Fig. 6 Taf. II oben gezeichmd ist, entsteht, beträgt ungefähr zAvei bis drei Monate. Nach dieser kleinen biologischen AbschAveifung kehren Avir zum 'fhei- lungs])rocefs zurück. Die vegetativen Thätigkeiten Averden bei dieser Art der Fortpflanzung nicht unterbroclicn, der Organismus frifst und verdaut ruhig Aveiter. Auch bei der Untersuchung fixirter und gefärbter Theilungs- stadien ergibt sich, dafs im Innern keine Veränderungen gegenüber dem Ruhezustand eingetreten sind. Die Kerne, die stets in grofser Anzahl vor- handen sind, befinden sich im Ruhezustände. Die Kernvermehrung ist ganz unabhängig von der Vermehrung der Individuen durch Theilung, kurz, die Organismen befinden sich im A'^egetativen Zustande, Aveshalb ich diese Art der wSchizontenA^ermehrung gegenüber der Schizogonie als A^egetative bezeich- nen möchte. Bei längerem Leben in der Gefangenschaft scheint diese Art (h'r Vermehrung di(> einzige Art der Fortpflanzung des Trickosphaerium zu ‘ N'^ielleiclit auch bei Trirhnplax ndhaereiis. Wie Herr Geli. Kalli Pi’of. .Scliiil/.e mir miiiidlidi mittlieilte, ])riiuj,t diese)’ <'i’^ianismiis älmliclie Fi'al'sstellen liei’voi’.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28081067_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)