Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn.
- Fritz Schaudinn
- Date:
- 1899
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Credit: Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn. Source: Wellcome Collection.
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![(liallertluille wieder vollständig anstüllte. Statt der sonst reichlich vorhan- denen Inhaltsgehilde des ^^'eichkörpers war derselbe mit grolsen Flüssig- keitsvacuolen durchsetzt. Die andere Cyste entwickelte sich nicht, sondern gieng schlielslich zu Grunde. Meine Versuche, durch Verdunstenla.s.sen des Meerwassers die 'L'richosphaerien in den Aquarien zur Encystirung zu zwin- gen, gelangen nicht. Die Thiere vei’tragen eine aulserordentliche Steige- rung des Salzgehaltes; selbst wenn bis zu einem Viertel die Flüssigkeit in den Culturgefäfsen verdunstet war, lebten die meisten Individuen noch, beim weiteren Verdun.sten giengen aber schliefslich stets alle zu Grunde, an.statt sich zu encystiren. 2. Die Schizogonie. Giuiber (83) beschreibt am Schlüsse seiner Trichosphaerium-Arbeit einen Rhizopoden, der in allen Punkten mit Trirho- s^phaerium ül)ereinstimmt; nur der Umstand, dals die Stäbchen auf der Hülle fehlen, läfst ihn von diesem unterscheiden. Er fand diesen Organismus in seinen Aquarien mit den gewöhnlichen Triehosphaerien vermischt vor und sprach bereits die Vermuthung aus, dafs es nur ein anderer Zustand von Trichosphaerium wäre. Auch in meinen Culturgläsern fanden sich stets stäbchenlose Indivi- duen in beträchtlicher Anzahl neben den stäbchenführenden vor. Bald über- wog die eine, bald die andere Art an Zahl. Um nun den Zusammeidiang der beiden Formen kennen zu lernen, fieng ich zuerst die stäbchenbesetzten Individuen in grofsen Mengen aus den Aquarien heraus und isolirte sie in einer an Nahrung reichen Glasschale; schon nach zwei Wochen konnte ich die nackten Formen auftreten sehen. Um die Thiere unter den Augen zu behalten, isolirte ich Avenige stäbchenführende in einem gut mit Diatomeen besetzten Mikro-Aquarium und controlirte nun die an Zahl bekannten Indi- viduen täglich. Da fand ich eines Tages zu meiner grofsen Überraschung an der Stelle, avo Tags zuvor ein Individuum noch gesessen hatte, einen grofsen Haufen Avinziger, kugcdiger Amoeben, die zum Theil schon Pseudo- podien ausstreckten, die vollständig den Charakter der Trkhosphaerium- Scheinfüfschen besafsen. Nach kurzer Zeit konnte man auch auf der Ober- fläche des Weichkör])ers eine feine Hülle unterscheiden, kurz, es Avar klar, dafs es die jüngsten Stadien der stäbchenlosen Form Avaren. Lange Zeit habe ich mich aber A'^ergeblich bemüht, die Schizogonie direct zu beob- achten, bis ich auf den Gedanken kam, die Thiere auch Nachts zu unter- suchen. Und in der That stellte es sich heraus, dafs diese Art der Fort-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28081067_0024.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)