Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn.
- Fritz Schaudinn
- Date:
- 1899
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Credit: Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn. Source: Wellcome Collection.
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![Die Sch Wärmsporen verschiedener Sporonteii zeigten niemals besondere Verschiedenlieit in der Gröfse oder im Bau der Kerne, es werden bei Tric/io- sp/iaerium nur Isosporen gebildet. Die Sporen, die nicht zur Co]mlatiou ge- langen, gehen bald zu (ürunde, was meistens der Fall ist, weil niemals die aus demselben Individuum stammenden Sporen cojmliren und man zw(m gleichzeitig s])orulirende Sjioronten selten dicht neben einander findet. 5. Die Copulation. Dal's die Scliizonten aus den Sporen entstün- den, war mir schon am Anfang meiner hierauf bezüglichen Beobachtungen wahrscheinlich, weil ich junge Scliizonten auf der Deckglas-Sporiuifalle, die ich früher (S.q) beschrieben habe, fand. Doch gelang es mir nur durch einen glücklichen Zufall, die zwischen diesen beiden Stadien sich ab- spielenden Vorgänge kennen zu lernen. In einem meiner Culturgefäfse befanden sich zahlnnche grofse Si[)ho- iieen. Mit Vorliebe frafsen sich die Trichosphaerien in das Innere dieser Pflanzenschläuche hinein und vermehrten sich sehr lebhaft unter den gün- stigsten Lebensbedingungen, so dafs sie zu einer epidemischen Krankheit wurden, an der die Si])honeen schliefslich sämmtlich zu Grunde giengen. Für die Beobachtung waren diese mit Trichosphaerien erfüllten Algenschläuche sehr günstige Objecte, gewissermafsen natürliclie Mikro-Aquarien. Durch Zufall fanden sich nun in einem dieser Schläuche, gerade wäh- rend der Untersuchung, zwei dicht bei einander liegende Sporonten zu- gleich in den Vorbereitungsstadien zur Sporogonie, und konnte ich bei den- selben sehr leicht die Copulation der Schwärmer und die Weiterentwicki'- lung der Copulae direct verfolgen. Diefs gelang mir auf ähidiche Weise noch öfters, und konnte ich auch die einzelnen Stadien conserviren. Der ganze Procefs von dem Beginn der Verschmelzung bis zur vollendeten Ka- ryogamie dauert ungefähr sechs vStunden. Nach weiteren zwölf Stunden beginnt bereits die Ausbildung der Sehizontenhülle. Fig. 7—12 Taf. III zeigt die Stadien der Copulation nach dem Lt'ben, Fig. 7-9 Taf. V nach Praeparaten. Die Schwärmsporen verschmelzen mit den Vorderenden, wobei diesel- ben bei Annäherung der beiden Schwärmer häufig in Spitzen ausgezogen sind (Bhg. 7 Taf. 111 und V). Inbu'essant zu beobachten ist es häufig, dafs die Sporen vor dem W'rschmelzen gewissermafsen mit einander zu spielen scheinen; sie nähern sich, stofsen an einander, stofsen sich wieder ab. drehen sich mehrmals um einander, um daun erst zusainmenzuklelxm. ln](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28081067_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)