Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn.
- Fritz Schaudinn
- Date:
- 1899
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Credit: Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn. Source: Wellcome Collection.
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![Der feinere Bau von l'rirJios/ßlKN^ruuii. I. Die Hülle. Wä])rend des gröfsten Tlieiles seines Lebens ist Tric/iosp/iaeriuni, wie wir gesehen ]}aben, mit einer Hülle allseitig mngeben. Die Verschieden- heiten, welche dieselbe in den einzelnen Kntwickelungsstadien autweist, sind bereits bei Schilderung des Zeugungskreises besprochen worden. Der auffallendste Unterschied zeigte sich bei den Schizonten und Sporonten. ^Väh- rend bei letzteren die Hülle eine einfache, doppeltconturirte Gallertschicht darstellt, sind bei ersteren der Oberfläche der Gallerte zahlreiche Stäbchen einer andersartigen Substanz eingepflanzt. Sieht man von den letzteren ab, so zeigen sich bezüglich der Natur der gallertigen Hüllschicht keine Unter- schiede bei den Sporonten und Schizonten; sie kann daher hier für beide Stadien gemeinsam besprochen werden, während die Stäbchen in einem be- sonderen Abschnitt eingehend geschildert werden sollen. An unversehrten Thieren beobachtet man, dafs die Hülle überall dem Weichkörper dicht aufliegt und bei seinen BcAvegungen folgt. Alle Buckel und Falten markiren sich auch an der Hülle; hieraus folgt, dafs dieselbe nicht fest sein kann, sondern weich und biegsam, was auch daraus her- vorgeht, dafs dieselbe liei der Theilung der Thiere mit durchgeschnürt wird und dafs bei der Nahrungsaufnahme die Nälirsubstrate durch die Hülle hin- durchpassiren, ohne dafs sie an der betreffenden Stelle eine besondere prae- formirte Öffnung aufweist. Sic besitzt demnach gallertige Consistenz, wie diefs ja von den Hüllbildungen verschiedener Rhizopoden bereits bekannt ist. So will ich nur erwähnen, dafs nach G re eff bei Amphizonella die Hülle von den austretenden Pseudopodien an beliebiger Stelle durchbrochen wird, was ich (93) auch bei der Foraminifere Myaoth/’ca constatiren konnte. Dafs die Hüllschicht von Trichosphaerium nicht etwa blofs einen Theil des Plasmas darstellt, wie Gruber (83) anzunehmen scheint, sondern eine besondere Diflerenzirung ist, kann man leicht nachweisen. Wenn man näm-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28081067_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)