Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn.
- Fritz Schaudinn
- Date:
- 1899
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Credit: Untersuchungen über den Generationswechsel von Trichosphaerium sieboldi Schn / von Fritz Schaudinn. Source: Wellcome Collection.
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![mosom in die Länge und schnürt sich unter Bildung einer hnntelförmigen Figur durch. Fig. 25 und 28 zeigen das Anfangs- und Endstadium dieses Processes. Der auf Fig. 25 abgehildete Kern ist noch ziemlich platt, ob- wohl sich schon gegenüber Fig. 24 eine geringe Längsstreckung in der Richtung der Spindelaxe bemerkbar macht. Die meisten Chromosomen sind hantelförmig, einzelne noch unverändert oder schon durchgeschnürt. In Fig. 28 hat der Kern bereits Tonnenform angenommen und die Mehr- zahl der Chromosomen ist in zwei zerfallen, nur wenige sind noch durch ein dünnes Verbindungsstück vereinigt. Nachdem die Tochterplatten sich vollständig getrennt haben, treten zwischen ihnen Längszüge von Alveolen auf, die sich im optischen Durch- schnitt als maschige Faserzüge oder als Fäden mit Querverbindungen be- merkbar machen. Bei weiterem Auseinanderrücken der Chromatin platten streckt sich der Kern immer mehr in die Länge (Fig. 29). Im weiteren Verlaufe dieses Processes krümmen sich die Tochterplatten schüsselförmig und zwar so, dafs die Concavität gegen den Pol gerichtet ist, also gerade umgekehrt, wie auf dem entsprechenden Stadium Actinosphaerium-Ktvne, [vergl. R. Hertwig (82)]. Die Chromosomen sind innerhalb der Chroma- tinplatten nur noch schwer zu erkennen, weil sie dichter an einander gelagert werden und auch bereits theilweise mit einander verschmelzen, worüber uns am besten eine Polansicht des Kerns auf diesem Stadium be- lehrt (Fig. 33). Bei der weiteren Entfernung der Tochterplatten wird der Kern mehr und mehr in die Länge gezogen, dann nimmt er Sanduhrform an (Fig. 32), indem er sich in der Mitte einschnürt, worauf bald die völ- lige Trennung der beiden Kernhälften erfolgt. Nicht selten kann man be- obachten, dafs die mittlere Partie des Zwischenstückes, welches die bei-' den Tochterplatten verbindet, spindelförmig angeschwollen ist (Fig. 31) oder auch etwas geschlängelte Formen (Fig. 39) annimmt. Ähnliche Erscheinun- gen hat R. Hertwig (95) bei den Spindeln der Infusorien-Nebenkerne be- obachtet und dieselben gegen die Contractionstheorie Heidenhain’s ver- werthet. Er erklärt dieselben dadurch, dafs die wachsenden Spindelfasern einen Druck auf die Kernpole ausüben, dabei aber Widerstand erfahren, <len sie nicht in gleichem Mafse, als sie sich ausdehnen, überwinden. Diese Auffassung scheint mir auch für Trichosphaerium zutreffend zu sein, doch möchte ich derartige Spindeln nicht für normale Bildungen halten. Erstens, weil sie nicht immer Vorkommen, und zweitens, weil häufig auch](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28081067_0083.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)