Lehrbuch der Ohrenheilkunde mit besonderer Rücksicht auf Anatomie und Physiologie / von Josef Gruber.
- Josef Gruber
- Date:
- 1888
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Credit: Lehrbuch der Ohrenheilkunde mit besonderer Rücksicht auf Anatomie und Physiologie / von Josef Gruber. Source: Wellcome Collection.
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![Paukenring. Fig. 4. Vordere Fläche der Pyramide. te tt fo t cf' e. w B. Der Paukenring (annulus tympanicus) stellt einen zumeist nach hinten und oben offenen Knochenring dar (Fig. 3), welcher an seinem concaven Kande eine deutlich ausgeprägte Furche zeigt (sulcus tympanicus). Oft rücken die oberen Enden dieses Kinges bis auf 1—2 mm an einander, und in äusserst seltenen Fällen be- rühren sich sogar die Enden, wodann dieser Knochentheil als vollkommener Bing erscheint. Das vordere Ende des Pauken - ringes macht schon frühzeitig eine leichte Schwenkung um seine Längsaxe, so zwar, dass die den Sulcus tympanicus begrenzende innere Lefze bei der Besichtigung des Knochentheiles in seiner natürlichen Verbindung mit dem Schuppentheile, mehr sichtbar wird. Ueberhaupt zeigt der Paukenring im Ganzen eine massig spiralige Eichtung. Hyrtl gibt an, das Schläfenbein eines Erwachsenen zu besitzen, an welchem sich zwei Trommelfellringe befinden (Handbuch der topographischen Anatomie in ihrer praktischen und chirurgischen Anwendung, IV. Auflage, p. 248;. C. Die Pyramide (pars pyramidalis) (Fig. 4) umfasst die beiden gewöhnlich als Felsentheil und Warzentheil des Schläfenbeines beschriebenen Stücke, welche schon nach der Geburt ein Con- tinuum bilden und nur des praktischen Be- dürfnisses wegen gesondert beschrieben werden. Als Ganzes betrachtet hat die Pyramide an ihrem vorderen Abschnitte nahezu die Ge- stalt eines Ehombus, am hinteren Abschnitte die einer dreiseitigen Pyramide. Der vier- seitige rhombische Theil führt, seiner compacten Substanz wegen, den Namen Felsentheil der dreiseitige hintere hat den Namen Warzentheil (pars mastoidea). Eine knapp hinter dem Griffel -Warzenloche {fsm), welches die Endmündung des in dem Felsentheile verlaufenden Can. Fallopiae dar- stellt, auf die Längsaxe der ganzen Pyramide gedachte senkrechte Linie gibt die Grenze zwischen dem nach vorne, mehr medial gelegenen Felsentheile und dem nach hinten, mehr Lateral gelegenen Warzcntheile. o) An dem Felsentheile unterscheiden wir vier Flächen und ebenso- viel.' Kanten, hie Flächen werden als obere, untere, hintere (mediale) and vordere (laterale) bezeichnet. Von diesen sehen zwei (die obere und hintere) gegen die Schädelhöhle hin, wo die obere Fläche des Felsentheiles zur Begrenzung des hintersten Abschnittes der mittleren, und die hintere Fläche des Felsentheiles zur Begrenzung des vordersten Abschnittes der hinteren Schädelgrube beiträgt. Die untere Fläche ist von der Schädelhöhle abgewendet, an der Basis cranii zwischen dem Paukenringe, dem grossen Ceilbeinflüge] und der Pars / h fsm ./• t, Tegmen tympani; iv, Warzennische ; „ Fundus tymp.; fsm, Foramen stylo-mastoi- (pars petrOSa), deura; e, Eminentia pyramidalis mit der Endmündung des Can. pro musc. stapedis; r, Foramen rotundum; p, Promontorium; cc, Eingang iu den Canalis caroticus; te, Tuba Eust.; ü, Semicanalis pro tensore t>m- pani; fo, For. ovale ; cf, Canalis Fallopiae; //. hintere Wand der Trommelhöhle; sem, Septum canalis musr.ulo-tubarii.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21055518_0032.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


