Die wissenschaftlichen Grundlagen der Kryoskopie in ihrer klinischen Anwendung / von A. von Korányi.
- Korányi, A. von.
- Date:
- 1904
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Credit: Die wissenschaftlichen Grundlagen der Kryoskopie in ihrer klinischen Anwendung / von A. von Korányi. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![OS111 otisclieu Di'iick, unabhängig von der Art dei- Ej-- (]^^ ^ uäJirung und dem Stoffwechsel konstant zu erlialten? KivJ llu P^-Bei tler Beantwortimg dieser Frage ist zunächst an die Haut zn denken. Im Süfswasserbade quellen wir nicht auf, im Seebade schrumpfen wir nicht, M'ie dies von Paul Bert für Frösclie nachgewiesen wurde. Von den Teleostiern auf- S ^j^^ wärts M'ird der osmotische Druck sell)st von im Wasser lebenden Tiereu nicht durch die sie umspülende Flüssigkeit beeinfluist. Diese Tatsache beweist, dafs der osmotische Druck des „milieu Interieur vom „milieu exterieur durch eine Scheidewand abgegrenzt ist, welche im physikalischen Sinne sowohl für Wasser, wie für gelöste Stoffe impermeabel ist. Das bedeutet keineswegs, dafs die Haut vollkommen undurchlässig ist. Im Gegenteil wissen wii', dafs durch Ver- dunstung und in dem Schweifs beti'ächtliche Mengen von ;, (A^ Wasser den Körper auf dem Wege der Haut verlassen, dafs , . Vj^folgiich eine X)hysiologische Permeabilität der Haut an- n genommen werden niufs. Durch diese Permeabilität wii'd die Haut zu einer aktiven Regulierungsvorrichtuug des osmo- tischen Druckes. Vor allem führt die Verdunstung zu einer Zunahme desselben. Ähnlich wirkt dann die Schweifssekretiou. Nach Ardin-D elteil'**), und Straufsist der Schweifs eine meistens stark hj^^otonische Lösung. Die äufsersteu Grenzen seiner Gefrierpunktserniedrigung sind bei Gesunden etwa 0,08 und 0.57°. Daraus folgt, dafs die osmoregulatorische Tätigkeit der Haut recht einseitig ist. Sie vermag nur eine Erhöhung des osmotischen Druckes des Organismus herbei- zuführen und einer Anpassung an die Bedürfnisse des osmo- tischen Gleichgewichtes ist die Haut mir dadurch fähig, dafs sie je nacli den Umständen viel oder w enig zu einer Erhöhung derselben beiträgt. Dafs auch diese einseitige Regulation eine ziemlich mangelhafte ist, geht daraus hervor, dafs die Wasserausfuhr durch die Haut ijmig mit äufseren physika- lischen Bedingungen zusammenhängt. Als ich z. B. Kaninchen in einen überheizten Raum mit trockener Luft unterbi'achte, nahm die Gefrierpuuktserniedrigung ihres Blutes um einige Hundertstelgrade zu. In der Nahninj? werden dem Organismus grofse Mengen von festen Molekülen und viel AVasser zugefülirt. Im allge- nn^nen nimmt zwar das Durstgefüijl bei einer sehr konzen- trierten Nahrung zu, bei einer sehr verdünnten dagegen ab. Dadurch wird eine gewisse Bescliränkung der Veränderlich-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21519407_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)