Die wissenschaftlichen Grundlagen der Kryoskopie in ihrer klinischen Anwendung / von A. von Korányi.
- Korányi, A. von.
- Date:
- 1904
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Credit: Die wissenschaftlichen Grundlagen der Kryoskopie in ihrer klinischen Anwendung / von A. von Korányi. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Bald nach de Vries haben Donders und Hambiirger) diejenigen Konzentrationen verschiedener Lösungen ermittelt, in welchen die roten Blutkörperchen eben anfangen, ihren Farbstoli' abzugeben und es stellte sich heraus, dafs die im Sinne von de Tri es isotonischen Lösungen auch auf den Blutfarbestoftaustritt dieselbe Wirkung haben. Aus den osmo- tischen Untersuchungen nach den Metlioden von de Vries und Hamburger ergab sich, dafs die isotonischen Lösungen ähnlicher Stofie die gelösten Stoffe in Mengen enthalten, welche ihrem Molekulargewichte proportional sind, folglich enthalten isotonische Lösungen im selben Volum die gleiche Anzahl gelöster Moleküle, sind also „äquimole- kular. Aufserdem haben Donders und Hamburger be- wiesen, dafs bei einer gegebenen Temperatur isotonische Lösungen bei jeder Temperatur isotonisch sind, dafs also die osmotischen Drucke verschiedener Stoffe durch die Temperatur in gleicherweise beeiuflusst w^erden. Aus diesen Ergebnissen, im Verein mit den Ergebnissen , von absoluten osmotischen Druckmessungen nach Pfeffer J^>^-■^^'^ ^^^^^ sich ein allgemein gültiges Gesetz für den osmotischen 1^ Druck ableiten. Nach Pfeffer ergibt sich für eine Iprozentige- 1^ ^ Rohrzuckerlösung ein osmotischer Druck von 0,649 Atmosphären. '^^I^ / .tB^^ Volum von 100 g 1 prozentiger Rohrzuckerlösung beti'ägt ty^.\^^^<\- 'o'f^'bei 0° 99,7 com. Das Molekulargewicht des Rohrzuckers ist ^ob I*/» ^»^ l^ ]**^'^'*'^' ^^^^ osmotische Druck der Konzentration proportio- »>»'0*- iial ist, läfst sich aus diesen Daten das Volum einer Rohrzucker- lösung- leicht berechnen, die bei einem osmotischen Druck Skv. ^,,r>^ Ki^ u^4aJ^^ von einer Atmosphäre ein Mol (= ein Gramm Molekül, alsa ; . für Rohrzucker 342 g) Rohrzucker enthalten würde. Dieses: ^^uCttöc-vy Volum beträgt 99,7X342X 0,649 = 22,13 1. Da äquimolekulare \ 1. k ^ Lösungen bei derselben Temperatur denselben osmotischen ' Druck ausüben, läfst sich das Resultat dieser Bereclmung^ verallgemeinern. Daraus folgt, dafs ein Mol eines beliebigen P/m I y^j^ Stolfes in 22,i3 1 Wasser gelöst bei 0° einen osmotischen Drutk /H^/w(L^ gjjjgj, Atmosphäre ausübt.*) Dieses Gesetz bildet die Grundlage der Theorie der Lösungen von van't Hoff). Sie ergibt sich, wenn wir die Gesetze der Lösungen und der Gase vergleichen: Über die scheinbaren Ausnahmen von diesem Gesetz vgl. weiter unten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21519407_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)