Licence: In copyright
Credit: Bad und Badewesen im Talmud / von Samuel Krauss. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The University of Glasgow Library. The original may be consulted at The University of Glasgow Library.
15/68 (page 13)
![hindurch keinen Menschen behelligt habe, nun ein böser ■ Geist kommen werde; den sollen sie, bei wachsendem Tage, wenn sie das Wasser in Agitation sehen würden (N\Dn N^3D-)V '-'')> mit dem Getöse von Beilen, Hacken und Schaufeln heraustreiben, was auch geschah, und man will sogar Blutstropfen an der Wasserfläche bemerkt haben i). Auch jene Quelle von Bethesda wird von Eusebius und Hieronymus als von wunderbarer Blutfarbe besehrieben, weshalb sie sie mit den Tieropfern des Heiligtums in Zusammhang bringen und damit auch den Aus- druck „beim Schaftore (ngoßaTixij) erklären. Lauge Zeit hielt man den ehemaligen JBirket Jsrain (= Israelteich) für den Bethesda-Teich2), aber sicheres kann man da nicht sagen, und auch die Beschaffenheit der Quelle, deren Wasser so heilkräftig gewesen sein soll, ist unbekannt. 2. Gruben, Zisternen, Höhlen (miD, ]Ti''V:f, miyo). Diese drei werden sehr häutig zusammen genannt, sowohl wenn es sich um Trinkwasser, als wenn es sich ums Baden handelt. Wir lesen z. B.: „Der Arbeiter, der für die Allgemeinheit Höhlen macht, darf sich darin Gesicht, Hände und Füsse waschen, ausser wenn seine Füsse mit Kot und Unrat beschmutzt waren ;^ in einer Zisterne und in einer Grube ist es sowohl in dem einen als in dem anderen Falle verboten-*). Namentlich die Höhle, wie sie in den zerklüfteten Gebirgen Palästinas sehr häufig zu finden ist, wird zu den Landeseigentümlichkeiten ge- ^) Vgl. Baedeker, Pal. S. 60. Eine andere Identifikation ist die mit dem heutigen Hammäm es-Sifa (Baedeker, S. 57; der Urheber ist wohl Sepp, Jerusalem I, 272; vgl. auch ZDPV 7,205). Eusebius und Hieronymus schildern einen Teich, der aus zwei Bassins besteht, wovon der eine sich mit Winterregen füllt, der andere sich rötlich zeigt, und dieser Doppelteich soll der Bethesda-Teich sein. Der Pilger von Bordeaux (piscinae, gemcllares quinque porticus habentes) und Antoninus Martyr (Itinerarium ed. Tobler, St. Gallen 186.S p. 29): venimus ad piscinam natatoriam, quae quinque por- ticus habet, dürften gleichfalls unser Bethesda meinen; pisc. natatoria Schwimmteich, wohl im Gegensatze zum Trinkteich. 2) T. B. Mezia 11,31 p. 397 Z. 21. Das n«n=? ist zu verstehen wie ib. vorher Z. 15 D*2^h nn nomn. Es waren das also öffentliche Anlagen. In M. B. Batbra 2,1 sind es private Anlagen; vgl. ib. 3,1; M. B. Kama 5,5. Definition der drei Arten s. in b. B. Kama 50b, vgl. Rasi in b. Beza 29» u. zu M. Taanith 18 b. ) M. Nazir 9,2 mycia 'jdcj'? ti> ns»; (ib. myen <d hy t)s na nsbji, in ed. Lowe richtiger myon 'jb hy); ib. nnyon ypnpa ypitpo; ib. npn'? it.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2145081x_0017.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)