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Credit: Bad und Badewesen im Talmud / von Samuel Krauss. Source: Wellcome Collection.
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![hören; und sieht man sie heute noch mit ihrem klaren Wasser und kühlender Wölbung in grosser Schätzung bei den Arabern. Wenn die Misna von dem Tauchbade des Nazir spricht, so nimmt sie als typisch ein Tauchbad in der Höhle an; dieselbe Lokalität dient als kühlender Aufenthaltsort'), was uns begreif- lich macht, dass jene Kranken im Evangelium als eigentliche Quellenbewohner geschildert werden. Um einen Kranken, wie im Evangelium, handelt es sich in folgendem Falle: Eiu Blinder stieg in die Höhle hinab, sich unterzutauchen; [da er lange nicht herauskam], stieg dem sein Führer nach, und beide ver- blieben solange, bis ihre Seele entwich; so hat man denn auch ihren Weibern gestattet, sich wieder zu verheiraten 2). Das Er- eignis ist am besten so zu verstehen, dass das Wasser der Höhle unversehens auf einmal hochging und den Menschen Ge- fahr brachte: eine Analogie zu jener „Bewegung im Evangehum und Midrasch, wozu übrigens die Siloa-Quelle mit den gleichen Naturerscheinungen, die heute noch wirken, ebenfalls eine Analogie liefert. Auch die Olkelterer und Weinleser, bevor sie an die Arbeit gingen, nahmen ein Tauchbad in der ersten besten Höhle^). Das so sehr landesübliche Baden in der Höhle wurde, im Gegensatz zu den Thermalbädern, die möglicherweise am Sabbat zu heizen waren, ausdrücklich auch am Sabbat erlaubt*}. - ^) M. Jebamoth 16,4. M. Tohar. 10,3 mvan mvi-h )D>j;rte ji»: usw. •'') j. Sabb. 3,2f. 6» Z. 83 unna >em myo 'D \rh n'nnr r;. Ib. wird zitiert M. Sabb. 22,5 Nnnts «cai n-'V'D »na Yn^•\n. Ich möchte dabei bemerken, dass ym hier offenbar = baden heisst, nicht waschen (etwa Hände u. Fnsse). •*) b. Sabb. 14a im Namen R. Assis: i'nnoi paji;n nnyo <D2 j'^jaia rn n^nna»; wegen „3 Log s. Marge daselbst» Ich versuche hier die in unseren Quellenschriften erwähnten ver- schiedenen Wasser zu gruppieren: 1. Obenan steht das ürwasser (vgl. Dinnn p □''jiy n'on Exod. R. 15,7. Brunnen. Andere Stellen s. bei Levy 3,97). 2. D»»n D«a lebendiges W. (notwendig für Samenflüssige, Aussätzige und für die Bereitung des Süsswassers aus der Asche der „roten Kuh): M. Mikw. 1,8. Dahin gehören: Quellen (nuj;D), überh. fliessendes W. (pSn: oder j'^nn). u. zwar können fliessend sein auch j'SiD o'd „geschlagene W. M. Mikw. 1,8. Sie werden definiert als salziges und laues W. und sind untauglich zu Sühn- wasser, wie auch die temporär versiegenden W. (c'aTrnn n'Dn) M. Para 8.9: als Beispiel wird in der Tos. der Bach \\ühtn rrnv genannt. Einige palästi- nische Flüsse gelten als Sumpfwasser (o'sa'B); der Jordan und der Jaiinuk (Hieromax) sind Mischwasser (nunyn >n). d. i. sie entstehen aus mindestens](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2145081x_0018.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)