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Credit: Bad und Badewesen im Talmud / von Samuel Krauss. Source: Wellcome Collection.
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![• J^icht immer wird eine Erneuerung des Wassers, wie in den bereits berührten Fällen, erfolgt sein; ja, wir hören die histo- rische Notiz, dass das rituelle Baden einmal in übelriechendem stehendem Höhlenwasser vor sich ging, wobei es erst nötig war, um sich von dem Schmutz zu waschen, sich mit [3 Log] ge- schöpftem Wasser zu übergiessen, und ist dies zur festen Norm geworden; da auf diese Weise die eigentliche Reinigung in ge- schöpftem Wasser erfolgte, was unstatthaft ist, so führte dies zum Verbot des geschöpften Wassers zum Tauchbad seitens der Rabbineni). Es standen also die Höhlen beim Volke in dem- selben starken Gebrauche wie die Flussbäder. . Die Höhlen haben wir uns ausserhalb der Stadt, in dem Gebirge, zu denken. Allein Gruben und Zisternen, die dabei genannt werden, lagen erwiesenermassen in den Höfen 2), so zwei Quellen, M. Para 8,10. — 3. Die grosse Kategorie von ßegenwasser (d'öbj »d z. ß. T. Mikw. 1,6 p. 652) umfasst, wie es scheint, die Teiche (man?; vgl. T. Mikw. 3,5: „Zwei Teiche . . . über einander, was lebhaft an die Salomonsteiche erinnert), obzwar diese natürlich auch von Quellen gespeist sein können, vgl. T. Mikw. 4,8: [n](n)Dn3'? [ij'o'jnn ]Bi [iJ'ia'jn'? usi'n i»;d. Für diese Art stehenden Wassers gibt es nach dem Bassin, das sie füllen, ver- schiedene Namen: nipo, besonders rituell häufig genannt; Zisternen, Gruben und Höhlen (s. oben) und Pfützen (□»«aj »d M. Mikw. 1,14), vgl. T. Mikw. 13,13; ib. 6,7; Löcher (p'm T. Mikw. 5,1); Einschnitte (psnn M. Mikw. 5,6), Spalten (o'X'y: ib.). Derart auch pniffN, Gegensatz Disap (s. Levy 1,176). Kleine Pfützen entstehen durch den Tritt des Esels und überhaupt des Viehes, durch den Marsch einer Legion usw. M. Mikw. 5,6; T. Mikw. 5,1; 3,3, durch Spritzen (tp^) M. u. T. Para 6,3. Übergang in die erstere Kate- gorie entsteht durch q>D!pj hin n'Snn, z. B. M. Mikw. 5,6, T. Mikw. 3,4; 4,10; ib. h^■\y, vgl. 3hm '•huy ib. 5,8. Wasser des aufhörenden Regens heisst ni'üon »a j.M. Katon 1, f. 80a, M. Mikw. 1,4, T. 1,13. — 4. Man qualifiziert das W. als o'jin □»D dumpfes schmutziges W., mtren >d Flachsjauche: M. Beracli. 3,5. b, 25b, T. Sabb. 13,13, b. 109b; in b. ChulL 105 b cym wovon ein Daemon getrunken. Von dem Baden im mtro >a b. Beza 18«b i^^ar schon die Rede. Passend ist anch der Ausdruck ini;j? d'D (Gegensatz i>Si'?x) j. Berach. 3, 5, f. 6d Z. 3, b. 25 b. Ausgegossenes W. (niSBiff 'ft) M. Makhs. 2,3, T. Mikw. 1,5.6. Hanh^a (s. Lehnwörter) b. Sabb. 147 b. (nnpT >ß u. niTS »d usw. s. im Texte passim). 0 Vgl. T. Erubin 2, 4 p. 140 Z. 1; ib. 9, 24 p. 150 Z. 9 von ik3 Brunnen. Bar. b. Sabb. 40b unten nxna mniv i''?'bni nnha nanan mN ow> nh. Ein D'n? n<3, d. h. ein Feld, auf welchem mehrere Gruben waren, in denen sieh ein Eseltreiber bei Nachtzeit trotz der Warnung rituell badete und verunglückte, lag allerdings auf dem Wege, j. Berach. 3,4 f. 6c Z. 55'. Lehnwörter 2,364,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2145081x_0019.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)