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Credit: Bad und Badewesen im Talmud / von Samuel Krauss. Source: Wellcome Collection.
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![2. Weit weniger ist zu sagen von Gadara. Auch die Geschichte dieser Quellen hängt mit der Geschichte der ihnen den Namen gebenden berühmten Stadt Gadara zusammen, doch ist es uns hier natürlich bloss um die Quellen zu tun. Der Ort heisst heute Üm-Kes, neben welchem man, nachdem man die Tiefebene des Ghor verlassen hat, in ein enges Tal kommt, wo man zunächst nördlich die heisseste der Quellen, hammat es-sech „Quelle des Häuptlings, dann talaufwärts die anderen Quellen, deren die Araber im ganzen zehn zählen, antrifft. Das Wasser ist schwefelhaltig und hat eine Temperatur von etwa 27—35 R. Auch bei Gadara gab es an den Bädern eine besondere Ansiedelung, die im Talmud den Namen Chamtha (MrDn)2), bei Eusebius den Namen \4fji,ad-cc oder 'E^}ia&cc führt 3). Auch hier erfahren wir im Punkte der Sabbatgrenze die gegenseitige Lage von Gadara und Hamtha. „Es geschah, dass ein alter Hirt vor Rabbi (den Patriarchen) kam und ihm sagte: Ich erinnere mich, dass die Einwohner von Magdala ('pud) nach Hamtha (Nron, jn^n) kamen, [j.: ganz Hamtha durchschritten], bis zu dem äussersten Hof, der nahe zur Brücke liegt. Daraufhin erlaubte Rabbi, dass die von Magdala nach Hamtha hinuntergingen bis zu dem äussersten Hof, der nahe zur Brücke liegt. Ferner er- laubte Rabbi, dass die Einwohner von Gadara nach Hamtha hinuntergingen und wieder hinauf nach Gadara, die Einwohner von Hamtha aber gingen nicht hinauf nach Gadara*). Wir 1) Dechent a. a. 0. S. 188; Baedeker S. 142. -) mJT nncn (so, mj, lies statt mj, wie häufig zu finden) j. Erub. 6, 4 f. 23c Z. 36, j. Kidd. 3,14 f. 64d Z. 20. Barajtha b. Sabb. 109» mj «d. j. Sabb. 18,1 f. 16c z. 49. Kohel. R. zu 5,10 § 1. Vgl. auch JQR 16,202. ^) Euseb. On. Sacr. p. 248 ed. Lagarde, wonach am Fusse des Ge- birges T« TO)v d-fQfiüjv t-(3aTwv XovTQa Hegen; Hieronymus ib. p. 130 drückt das 80 aus, dass über den heissen Wassern balnea erbaut sind. Unter j4ifiud- (p. 219) nennt Euseb. den Ort nahe zu Gadara: 'Efifta&ä und wiederum dieselben Worte: tvd-a ra. r<Sv dsQ/nwv vSäz<uv d-eQ/na Xuvtqi . Auch '4/tad-ovg erwähnt er in diesem Zusammenliange. Vgl. Hieron. p. 91,28: est et alia villa in vicina Gadarae nomine Ämatha, ubi calidae aquae erumpunt. ^ Literatur s. bei Schürer, 3. Aufl. II, 122 f. Sehr gerühmt von Selah Merrill, PEF. Quart. Statem. 1879, S. 141 f. ■*) T. Erub. 6 (5) Ende, p. 145. 146, ergänzt mit j. 5 f. 22<i unten; in b. Erab. 61» (mit der LA. jnDn) wird nur das zitiert, was die nj »Ja anlangt. Über den heidnischen Charakter von Gadara s, auch Büchler in JQR 13,731. Die Brücke (niiu) wird die über dem Hieromax (iiei> M. Para 8,10) sein, der](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2145081x_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)