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Credit: Bad und Badewesen im Talmud / von Samuel Krauss. Source: Wellcome Collection.
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![Antoninus Martyr weiss bereits, dass die Wasser von G. „Thermen des Elias heissen. In grosser Anzahl wai-en es Aussätzige, die sich hier Heilung suchten, in einer sehr komplizierten Me- thode, von der wir noch sprechen werden^). Für die Zeit, die uns hier beschäftigt, reisst hiermit der Faden der Geschichte ab. 3. Die diitte, man könnte sagen vorsintflutliche Therme nach dem Ausspruche R. Jochanans ist die grosse Quelle von Beram^). Dieselbe Dreiheit der Thermen stellt auch R. Ele'azar [b. Pedath] auf (Gen. Rabba 36, 4): „Die Quelle von Tiberias (ganz in Ordnung), D'Jil'?N und die Höhle von Pameas. Wenn er mit letzterem an Thermen denkt, so ist dazu zu halten, was oben von dem auf Befehl Diokletians erfolgten Baden in Pameas (= Paneas) gesagt wurde, woraus Bäder in Paneas hervorgehen. Doch, ist es wahrscheinlicher, dass der Autor des Satzes gar nicht Thermen bezeichnen will, sondern aus der Eingeweide der Erde hervorbrechende Quellen, wie er bezeichnenderweise selbst bei Tiberias nicht von Thermen (ron), sondern von Quelle (I^^^d) spricht. Also meint er wohl die bei Paneas aus der be- kannten Pan-Grotte hervortretende Hauptquelle des Jordan3). Nun ist aber Paneas, oder eiu Teil desselben, möglicherweise eine ganz naheliegende Schwesterstadt, im Volksmunde JBeli- nas genannt worden, in klassischer Zeit BaXavaia[g], womit dem Lautbestande nach D'Ji'P3N identisch ist. Es dürfte eben neben Paneas die andere Quelle des Jordans sein^). Jenes ') AU dies hat man bei ßeland, Pal. Jl, 774 f., Dechent a. a. 0. 190 f. -) Statt n<:»vi ist mit Ms. München NJ»yi zu lesen; sonst ver- zeichnet Dikd. Soph. zu b. Sanh. 108» keine nennenswerte Variante, doch ist auf die in Ms. M. besser erhaltene Deutung von Dinn mi^ya nso'i usw. zu achten, konform mit Gen. R. 36,4. I. Low vermutet, dass KaliiThoö, wel- ches in Hschr. mit naia ]<v übersetzt wird, zu n«i2a geworden sein mag; Kalirrhoe = am ]»>' = m>n 'nan NJ'y — Baaras. So im Wesentlichen auch Bacher, Ag. der pal. Ämoräer II, 39. ■•) Reland, Pal. II, 919 aus mittelalterlichen Autoren. — Dass auch Benjamin von Tudela hier ein nennen würde, worauf sich ebenfalls schon ßeland a. a. 0. (lange vor Bacher a. a. 0., worauf sich wieder J. Low in Lehnwörter s. v. oM^hz^) beruft, finde ich auf Grund der Ausgabe von Grün- hut (Frankf. a. M. 1904) S. 42 und dessen Ausführungen S. 115 (vgl. JQR 17, 288 DN<J2) nicht bestätigt, vielmehr hat Benjamin nur cns oder =»jb geschrieben. Das Entstehen von Beiinas wollte Reland erst durch Verwechselung von (j-Löb mit ijiXXjXi erklären, doch denkt er lieber an eine Stadt BaXavaia, die zwischen Antaradus und Laodicea gelegen ist. Bei Baedeker, Pal. 6. Aufl.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2145081x_0032.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)