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Credit: Bad und Badewesen im Talmud / von Samuel Krauss. Source: Wellcome Collection.
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![finden dessen Erwähnung in einer schönen Reihe anderer Bäder: Gadara, Hamthan (d. i. wohl Emmaus bei Tiberias), '^sta-Wasser, Wasser von Tiberias (etwa die nördlichen Quellen, im Unter- schiede von den Avarmen südlichen, s. o. u. w. u. nebenan), Grosses Meer, Flachsweiche, sodomitisches Meer (b. Sabb. 109a), eine Stelle, deren Parallelen wir bereits behandelt haben. N^Dy findet sich nur hier, nicht in den Parallelstellen. Es muss neben Gadara, Hamthan, gleichwohl ein bekanntes Bad gewesen sein, und ist bereits dessen Identität mit Kalirrhoe ausgesprochen worden 1). Es ist das eigentlich das Gewässer der Essäer, die ja in dieser Gegend zuhause waren. Die Essäer badeten frei- lich kalt (s. oben), allein ihre Wunderkuren an Anderen können sie gerade in diesen wundervollen, mystischen Quellen am leichtesten vollführt haben. 5. In der vorhin berührten tannaitischen Stelle (b. Sabb. I09a) ist in einer Art von „Gewässern von Tiberias neben Hamthan die Rede, dass gefragt werden muss, ob nicht ein Baden im See von Tiberias irgendwie in einer Reihe steht mit Thermal- bädern? Doch davon abgesehen müssen wir auch Berichte er- örtern, die im See von Tiberias eine Heilquelle ersehen. Es steht dies im Zusammenhange mit dem legendenhaften Mirjams- Brunnen^), der mit den Israeliten in der Wüste mitzog und der sich im Tiberias-See fixiert haben soll 3), wo er an seinem ^) Weinstein, Beitr. z. Gesch. d. Essäer S. 9 f., s. auch Jastrow, Dictionary p. 1098. Die Stellen über n»dn «»oy hat M. Friedmann in einem eigenen Aufsatze behandelt, Jahrb. Jerusalem V, 46—51, ohne dass die genaue Scheidung der hierbei gemeinten Orte ihm gelungen wäre. Wenn wir in b. Sabb. 109a an Kalirrhoe denken, fügt sich einiges gut. Ein Meer (das Sodomitische Meer) liegt in der Nähe, darum M. Jebam. 16,4 s^h mhühm, u. z., wie j. tradiert: d'jisd •])nnb isi (vgl. zum Ausdruck: jibd ttj l»^np j. Sabb. 10»), womit die von allen Reisenden bewunderten Ablage- rungen (Kieselsinter?) des heissen Wassers gemeint sein können. Vielleicht ist etwas derartiges das ymon nsa T. Demai 1,29 p. 47 Z. 5, ib. riNCia nmm n:>n i'piPD; vgl. p^n na; b. Kerith. 6». Die Stadt nvooy (b. Gitt. 4b) möchte ich, abgesehen von dem verschiedenen Namen, schon darum davon trennen, weil eine grosse Ansiedelung da schwerlich bestanden hat. Der Mirjams-Brunnen wird oft erwähnt, z. B. Mechiltha zu 16,35 p. 51b ed. Friedm., b. Taan. 9», Trg. Ps.-Jonath. Num. 20,2; M. Aboth 5,6, b. Pesacb. 54a Trg. Ps.-Jonath. Num. 22,28. ) Altes Tanch. u. Bubersches Tanch. zu Num. 21,20, Num. R. z. St. (19,26) NnsB hw na' -\\rh (Num. R. noj::») nu):c -.y; b. Sabb. 35» nur d»2.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2145081x_0035.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)