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Credit: Bad und Badewesen im Talmud / von Samuel Krauss. Source: Wellcome Collection.
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![Sprudeln, das bald mit einem Aufwerfen von Mehl aus einem Sieb, bald mit einer Ofenöffnung verglichen wird, erkennbar sei'). Dieses Sprudeln, so ist aus den Berichten zu erkennen, ging aus irgend einem einsam stehenden Felsen im Tiberias- See aus, der wohl nicht fern vom Ufer stand. „Wer auf den Berg Jesimön (= Wüstenberg) steigt und im Tiberias-See eine Art [Sprudeln wie aus demj kleinen Sieb bemerkt — das ist der Mirjams-Brunnen 2). Ein derart positiver Bericht, von dessen Richtigkeit sich täglich ein jeder überzeugen konnte, muss auf Wirklichkeit beruhen. Auch hat man beobachtet, dass der Strudel gerade vis-k-vis dem mittleren Tore der alten Synagoge von Tiberias sich befindet3). Nun heisst es ferner, dasa ein mit Hautausschlag Behafteter zufällig in den Mirjams-Brunnen schwamm, darin badete und gesund wurde-*). Im See von Tiberias befand sich also, wahrscheinlich auf einer kleinen Felseninsel, ein ferneres, wenn auch schwer erreichbares Heil- bad. Auch dieser „Geiser erinnert lebhaft an Karlsbad. 6. Die warmen Quellen von Pella im Ostjordanlande; bei den Rabbineu bloss einmal als bnST NnoD erwähnt (j. Sebi'ith 6, 1 f. 36 c Z. 63)5). Es standen dabei babylonische Dattel- bäume (ib.). Anhangsweise mögen hier erwähnt werden die in Palästina sich sonst befindlichen, aber im Talmud nicht genannten Thermen: a) Thermen des Moses (s. Dechent aaO. 201 f.), b) 'Amwas = ') ma: j'os b. Sabb. 35» (wo ßaäi '55 'itffV' ''»V T'^-). '^gl- T- Sukka 3,11 p. 196 Z. 26 maa aha 'sihoh nan der Brunnen sah ähnlich einem Felsen voll (d, i. oben auf) mit einem Sieb, und es strudelte aus ihm heraus wie aus einem Krug (id T^-ps); j. Keth. 35b, j. KU. 9,4 f. 32c, Lev. R. 22,4, Kohel. R. 5,8. — lun x'jDa oder hj.t 's nScs Num. R. u. Tanch. ib. ib. j. Kil., j. Kethnb., Lev. R., Koh. R., Midr. Teh. 24 (§ 6), vgl. auch beide Tanch. u. Num. R. an den bereits genannten Stellen. Statt ]1d<b< in steht im Midr. Tehill. Niao nn LA. nj in („vielleicht das Richtige, bemerkt dazu Bacher, Ag. der pal. Am. II, 194). In b. Sabb. =?Dn:n m. ) R. Joch. b. Nuri in Lev. R. 22,4; richtiger R.Joch, [b. Nappacha| Koh. R. 5,8 (wo Synagoge von N'jjno steht). ••) Lev. R. 22,4; Kohel. R. 5,8. — Man trank davon, s. n»=7»ii« nan fol. 21b; Graetz, Gesch. 9,446; Geiger, Nachgel. Sehr. 2,189; M. Grünbaum ZDPV 6,200f. (vgl. auch Monatsschrift 1868, 17, 341). '') Auch Plinius nennt Pella: aquis divüem, s. Schürer II, 138; auch Neubauer, Gdogr. p. 274. Selah Merrill hat die Quelle neu entdeckt, PEF. Quart. Statem. 1879 S. 141.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2145081x_0036.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)