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Credit: Bad und Badewesen im Talmud / von Samuel Krauss. Source: Wellcome Collection.
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![Thermen von Pompeji, bei sonst guter Erhaltung, den Fuss- boden des Kaldariums, die suspensurae der Römer, eingestürzt (Overbeck, Pompeji, 4. Aufl., S. 227). Jener im Talmud ge- meldete Vorfall ist dennoch unklar, denn ebenso könnte nacb dem Wortlaute ein anderer Teil des Bades, etwa der Boden der Badew^anne (ein unten Befindliches muss es nämlich sein- wegen des Wörtchens riTiirD „unter ihm) eingestürzt sein, und nur der Umstand, dass dieser Vorfall an die dort berührte Feuergefahr sich anschliesst, lässt an den „schwebenden Boden des Heissbades denken; doch sind die Ziegelpfeilerchen, auf denen die suspensura gewöhnlich ruht, nicht geeignet, ein Rettungs- punkt zu werden und auch nur „Säule zu heissen; man kann bei „Säule eher an die den Hofraum des Bades gewöhnlich umgebenden Säulenreihen denken. Eine andere Gefahr besteht in dem glatten Marmor- oder Mosaikboden des Bades, auf dem. mau ausrutschen und einen Schädelbruch haben kann, wie es einem passiert ist (b. Chull, 45b). 2. Im Innern des Bades sehen wir uns zunächst nach- den Bassins um. Doch müssen wir vorher daran erinnern, dass in den Warmbädern, trotz ihrer Bezeichnung und ihres Zweckes,, ein kaltes Bassin nicht minder zur Einrichtung gehörte als ein. unten, j. 9,6 f. 14b Z. 26. In J. ib. bemerkt R. Abbaliu (der vom Schaden Gewitzigte!), dass dieses Gebet nur erforderlich sei bei einem geheizten Bade (npio'J N'ntr yn-\ü), sonst aber wäre nur zu sagen: der mich gerettet hat von dem siedenden Wasser (]<en pr.-ie). Wenn R. Mana in einem ge- beizten Bade baden sollte, machte er vorher sein Testament (j. Berach. 4,'l, fol. 8b Z. 19). Das angeheizte Bad ist entweder dasjenige, welches vor- dem Badebesuche geheizt worden, oder meint er natürliche Thermen. Ähnliches auch in Derech 'Erez R. c. 10, welche Stelle ich bereits in REJ' 36,213 unter Hinweis auf Guhl-Koner, Das Leben der Griechen und . Römer, Berlin 1876, p. 279 behandelt habe: TtvQi'ai, mgiaxigiov^ laconicum. — Dem nnvn n'2 scheint bei den Griechen l-niQxlvai'; zu entsprechen, das ist die Stelle, von der aus die Badewanne unter Wasser gesetzt wird; sie wird in der Jamblichus-Anekdote bei den Thermen von Gadara erwüJmt, s. ZDPV 7,191. Nun entspricht ferner dem nni»n n'3 in T. B. Bathra 3,3^ 'p'jDS in j. 14 c, lies 'pSo »2, wie b. B. Mezia 84» <p7o steht, ein Wort^ das ich in Lehnw. 2,394 *aaAm'xot = Kessel erkläre. R. Nathan in 'Aruch. hat die LA. '^p'o, und so möchte noch die Transposition * K^p gestattet sein: [vn{p\i(Xvais oder xliois allein (der erste Bestandteil geht verloren und ist für das jüdische Ohr durch »2 schon ersetzt). Wir hätten somit drei Ausdrücke für „Kessel: 'tbd u. »p'^jd.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2145081x_0042.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)