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Credit: Bad und Badewesen im Talmud / von Samuel Krauss. Source: Wellcome Collection.
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![auch ein mit Salz gemengtes ÖH). Aber es wird ausdrücklich erklärt, dass die natürliche Salbe (hd^d) nur Ol sei, nicht etwa Wein und Essig (T. Sebiith 6,8 p. 69 Z. 19 u. T. Maas. Öeni 2,3), dennoch aber badete man besonders kleine Kinder auch inWein'^), vielleicht auch in Milch 3), und bekannt ist die Anschauung der Römerinnen, dass ein Bad in Eselsmilch am besten die Schön- heit des Körpers konserviert. Bei allen diesen Manipulationen im Bade wird der Olearhis (s. oben) hülfreich beigesprungen sein. Neben der Methode des Einreibens war es auch, vielleicht nur bei Kranken und Schwächlichen, in Übung, Ol auf eine Marmorplatte zu giessen oder auf eine lederne Unterlage zu geben, um sich dann darauf herumzuwälzen ('pjyro) und so das Ol auf sich wirken zu lassen-*). Man sagte wegwerfend inrcyD „sich zerbrechen, nämlich auf den harten Fliesen, von dieser Methode, und ein Lehrer nennt den, der es tut, einen Genossen des Esels (Derech Erez R. c. 10). Ein Hauptmoment in dem 01- einreiben ist die Massage des Leibes (w^D 'Jn iVüWD M. Sabb. 22,6, vgl. tS'DU'D T.Terum. 10,11 p.43 Z.15), wohl wegen Beförderung des Stuhles geübt (b, Berach. 62 a)). Am Schlüsse der Behandlung msi ninüs ed. Luncz c. 47 p. 642), jerus. z. St. (fol. 38b uaten) hat auch den Ausdruck mis dik. Der Sohn eines Stadtrates (iuni!3''?iB s. Lehnw. 2,425) stiehlt im Bade; der Bademeister getraut sich nicht gegen ihn auf- zutreten, aber ein anderer Vornehmer, der als weiss gekleideter Jüngling bezeichnet wird, verrät ihn doch (Num. R. 13,5). Auch ein Hegemon, d. i. wohl der römische Statthalter von Jerusalem, geht ins Bad, u. z. infolge seiner freudigen Stimmung (Ab R. Nathan, Version Ic. 6 p. 32). ■) b. Sabb. 66 b, s. oben. ■-) T. Sabb. 12,13 p. 127 Z. 21. T. Terum. 9,15 p. 42 Z. 13. Graetz wollte im in Kohel 2,3 auf Einreiben mit Öl deuten, s. jedoch Zapletal Das Buch Koheleth, Freiburg 1905, S. III. ') s. Spitzer aaO. S. 15. •>) m^rs hm ah^a T. Sabb. 16,14 p. 135 Z. 27, T. Demai 1,19 p. 46 Z. 16, T. Sebiith 6,9 p. 69 Z. 23, T. Terum 10,10 p. 43 Z. 18 (hier interessante Darstellung, wie der Priester mit dem heiligen Öl umzugehen hat; auch das Detail, dass er von seinem Neffen „gewälzt wird, — N»^nap xa-raßo^Vj (s. Lehnw. 2, 523) j. Sebiith 8,8 f. 38b Z. 65, T. Sabb. 3,17 p. 114 Z. 19. In T. Sabb. 16,14 Begründung, warum am Sabbat verboten: i»;o ynw ^sh nv2 nnib Tis aio Di»n ypipn nn ynna ]<nsu; vgl. b. Sabb. 40 b. Preuss S. 16 unten sagt hierbei, er habe in gr. u. röra. Ai-chäologien nicht gefunden, wie es mit den Aborteinrichtungen in den Badeanstalten bestellt war; s. dagegen die Lage der Latrina in einem pompejanischen Bade in Gallus III, 112 et passim; Overbeck, Pompeji S. 201, 233, 234 in allen drei pomp. Thermen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2145081x_0061.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)