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Credit: Bad und Badewesen im Talmud / von Samuel Krauss. Source: Wellcome Collection.
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![wird das Öl zusammen mit Hautschmutz und Schweiss abe-e- schabt (--ij, lUPD, defricare). Man benützt dazu ein Schabeisen (strigilis, gr. orlsyyiq, hebr. mUD, aram. Nr--)J)0), welches wol Eigentum des Olearius war, aber von den Badegästen frei be- nützt wurde; zu diesem Zwecke hing es auf einem Pflockring {''hr) 1). Vereinzelt kommt auch „Reiben (pD^QD T. Sabb. 3,18 p. 114 Z. 20) vor, wohl unser „Frottieren. Eine andere Handlung, „sich abmüden'* ('pDynD), bedeutet wohl die Gymnastik, die von den Römern noch vor dem Bade in der damit verbundenen Palaestra geübt wurde; nach R. ChananelsErklärung: „Mau beugt und streckt die Arme nach vorn und hinten, ebenso die Beine auf den Hüften, so dass man warm wird und in Schweiss kommt (M. Sabb. 22,6). Wer zuerst geschwitzt hat, geht zuerst aus dem Bade heraus, um den andern Platz zu machen (Lev. R. 14,9); wer bereits den Mantel (n'bto) angelegt hat und noch immer an der Schwitzstelle steht, begeht einen Raub an der Allgemeinheit [indem auf andere weniger Schwitzluft koramt]^). Mittels einer Wage glaubte man feststellen zu können, dass man trotz des Schweissverlustes au Körpergewicht nicht abgenommen habe (Genes.R. 4,4), was darauf zurückzuführen ist, dass man, wie gezeigt wurde, im Bade heisses Wasser trank. Zum Abtrocknen nach dem Bade diente ein Handtuch (nsa Derech E R. c. 10); nach dem Begriff zu urteilen, wohl auch Schwamm (jnDD)3, Decktücher (mriDDD M. Kilaim 9,3), besonders aber, nach römischen Muster, Leintücher {iX\^]2:'h^ = linteaM. Sabb. 22,5 und sonst sehr häufig, s. Lelinio. 2,51 f.), die man entweder mitbrachte oder mitbringen Hess, die man aber auch wohl den bereits erwähnten Wandschränken entnahm. Für Frauen war noch eine Badekapuze (nTT'JDD) in Verwendung'*), aber auch für T. Kelira b. mez. 2,12 p. 580 Z. 30 p'^iN nman 'i'rn (1. mn^a), M. Kel. 12,6. Eine mun aus Silber zu sabbatlichem Gebrauch b. Sabb. 147 b. In T. Kelim ib. ferner Dnayt:; nB>;2 n'iiojin cnsn »'jvs his ni:nD itp nisn na cmjnn . . . =) Derech E. ß. c. 10, Preuss S. 17. =') Das häufige JBnoj (M. Para 3,8 JBno:i nV;! bai ^^^ T. Zabim 1,9 p. 677 Z. 11), das nom. ad. jibd (z. B. M. Zabim 1,4. 5, T. 1,10. 12. 13j geht doch nur auf jibd Schwamm zurück, s. Lehnw. 2,406. Vgl. jbd der Bade- diener, der wohl beim Abtrocknen behilflich war. ics hm d'jibd b. Sabb. 129 b. b. A Zara 18 a. jibd mit einem LedergrifF M. Sabb. 21,3. *} h. Sabb. 147 b kd'jid, n. z. mit zwei Spitzen versehen. Gewiss von \'o, wovon njro Pflegerin.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2145081x_0062.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)