Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon oder Erklärung des Ursprungs ... Physiologie der Sprache / von Ludwig August Kraus.
- Kraus, Ludwig August, 1777-1845.
- Date:
- 1844
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Credit: Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon oder Erklärung des Ursprungs ... Physiologie der Sprache / von Ludwig August Kraus. Source: Wellcome Collection.
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![Bildungen in mehreren mineralischen Quel- len entdeckt hat).— Die von^eüe auf verdorbenen Mehlspeisen beobachtete Spe- cies (s. Sclnv eigger-Seidel’s Jalirb. f. d. Chemie u. Physik, 1827, 8.), welche er: ‘Zaogalactina Imetrofa’ nennt, müsste wenigstens: ‘ Zoogalactina Trophosg- phar’ heissen. Zoog-enia, die T h i e rz e u g u n g, Zeu- gung oder Erzeugung des Belebten; s.: Zoogreniuiii, das Zoogen: 1. G i ru- ber nat nannte so eine der Menschen- haut ähnlich scheinende Masse, die er vor einigen Jahren in Italien aufFelsen, früher auch schon im Badener (nicht auch im Aa- chener?) Wasser fand, und welche ein empyreumatisches Oel und thier. Gallerte (also Stickstoffhaltiges!) lieferte; 2. der Verf. nennt so schon seit mehren Jahren den bisher sehr unpassend sogenannten Stickstoff oder gar Salpeterstoff! als Coordinat des Phytogens, weil das das Thierleben so nahe Angehende, nicht aber das Erstickenmachen oder das Vor- handensein auch im Salpeter, das Cha- rakteristische dieses Stolfes ausmacht. — Zoo gen und contagioses Zoo gen nennt II. Klencke, einen aus einem Bett- kissen von Typhus-Kranken mittelst ei- ner untergelegten heissen Eisen platte aus- getriebenen u. mittelst einer kalten Glas- scheibe aufgefangenen Stoff, der sich theils als Protein dargestellt, theils bald zwi- schen Albumin, bald zwischen Fibrin ge- schwankt haben soll, den er jedoch spä- ter in ders. Abhandl. lieber Con tagen benannt wissen will. — v. Zoon u. yev- vaw etc., s. unter Genus, IJydrogenium etc. Des trefflichen Gimbernat’s Beobach- tung beruht sicher auf Täuschung; er hat vvol nur irgend eine Pilzmasse (Fungus, Ulva, Tremelln, Conferva), kein im Freien entstandenes animalisches Product beobachtet. Dass aber Pilze, mehr als andere Pfl., Stickstoff liefern, ist längst bekannt. So verleitet aber das Hinken auf dem einen praktischen Beine, wie ich es vor meiner Biodyna- mik glaubte nennen zu müssen, selbst die umsichtig- sten Männer noch immerhin zu den wunderlich- sten Missgriffen.— Was der würdige Do Hin- ter (über die Absonderung; VVürzb. 1819.) Thierstoff, nennt, darf man nach meiner An- sicht nicht Zoogen, sondern etwa Zoogen- no m e n o n , oder Zoogennema, übersetzen, weil man es nach eben dieser Ansicht schon als secundaires Erzeugniss ansehen muss. Zoog'onesis, rt f w o y o v i] — Zoo- gon i a. «oog’oneticus, £(»oy o v in og z= zoogonus. Zoogonia, fj Jwo y ov ict, 1. das Ge- bären der lebendigen Jungen; im Gegen- satz des Eierlegens;— 2. bei v. Schmidt gen. Phiseldek: das Bestreben, die Entstehung der belebten Natur zu erklä- ren; was richtiger durch Zoogon olo- gia ausgedrückt werden würde; — v. Zoon u. Gone, s. Genus, etc. Zoogonologia, die Lehre von der Entstehung des thier. Lebens; v. Zoogo- nia u. Logos; vgl. noch Zoogonia 2. zoogonus, ^woyovos, Lebendiges erzeugend, lebendige Junge gebärend; s. Zoogonia. Zoograpbla, rj £woy q u (/>t a = Zo- grap hia. Zoolithus, ein Zoolith, die Verstei- nerung eines Thiers od. thierischen Theils; v. Zoon u. Lithos. Zoologia, die Tlii erlehre, die Na- turgeschichte (u. Physiologie) derThiere; v. Zoon u. Logos. zoologicus, zoologus, die Zoologie betreifend, dazu gehörig, dieselbe betrei- bend—ein Thierforscher; v. Zoologia. Zoologista, ein Zoolog, Thier for- sch er; s. Zoologia. zoomagneticus, zum Zoomagnetismus gehörig, von demselben durchdrungen, dens. bewirkend usw.; v.: Zooinagnetismus, der sog. anima- lische Magnetismus, Lebensmag- netismus; v. Zoon od. besser v. Zoe u. Magnetismus. Zoomephltis, Mephitis animalis, Miasma mephiticum animale, eine ver- dorbene Luft, welche aus der Zersetzung thierischer Körper, besond. in septischen Krankheiten, in Sümpfen entstanden ist; v. Zoon u. Mephitis. Zoomineralia nannte Andr. Cassius: (Cogitata de auro c. 6. p. 67.) die Koral- len, Muschelschaalen usw.; v. Zoon u. Minerale. Zoomorphismus, die Thiergestaltung; v. Zoon u. Morphe. zoomorphus, fw o ju o g cp o c, thierför- mig , die Gestalt eines Thiers habend; v. Zoon u. Morphe. Zoomycos, der Thierschleim; v.Zoon u. Mycos.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29306760_1103.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)