Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon oder Erklärung des Ursprungs ... Physiologie der Sprache / von Ludwig August Kraus.
- Kraus, Ludwig August, 1777-1845.
- Date:
- 1844
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Credit: Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon oder Erklärung des Ursprungs ... Physiologie der Sprache / von Ludwig August Kraus. Source: Wellcome Collection.
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![Acribolog-ia, tj aKQißoXoyia, ac- curata examinatio9 die genaue Prüfung, aufmerksame Untersuchung; v.: acribologrus, a % q i ß o Xo y og, accu- rate incjuirens, genau untersuchend, auf- merksam prüfend ; v. acribes u. Logos. Acribometria, das genaue Messen, bes. kleiner, feiner Gegenstände; s.: Acriboinetrum, ein Acribometer, ein Werkzeug zum genauen Messen sehr kleiner feiner Gegenstände, wie z. B. C. Z incken (in Poggendorjf’s Ann. der Physik und Chemie XXII, 2. S. 238.) zwei dergl. beschrieben u. abgebildet hat; y. acribes u. Metrum. Acridophag'ia, 1. Locustamm esus, das Heuschreckenessen; von acridophagus; — 2. der Genuss (geflügelter) hisecten überhaupt, wie der Maikäfer usw.; —, angebl. auch: 3. un- reine Geschwüre, welche entweder direct durch wirkliches oder vermeintes Ein fressen von Heuschrecken od. and. Insecten in die Haut, oder indirect durch übermässigen Genuss solcher Thiere entstanden sein sollten, wie man viell. ä la Herodot leichtgläubigen Griech. Reisenden in Aethiopien aufheftete; — 4. nach Einigen auch: unreine Geschwüre, in denen sich geflügelte In- secten bilden, wie Fliegen aus Maden. — We- gen eines strengen Vorwurfs, den mir in Hinsicht auf den letzten Punct mein sehr edler Freund C. G. Kühn einst machte, vergl. man unten Apotheriosis. acridophag-us, ccugidotpayog, lo- custas comedens, locustis vescens, Heu- schrecken fressend, von Heuschrecken le- bend ; bei den Griechen auch Spottname der Aethiopier, v. Acris u. cpayw. ALcrifolium, Planta foliis acutis, eine Pfl. mit spitzen od. stachlichten Blättern, ein Spitzblatt; v. «cer u. folium. Aeriwoni«, rj d'gt/ttvr^g^dieSch ärfe, bes. im humoralpatholog. Sinne: die ver- meintl. Schärfe der Säfte als ursächl. Haupt-Moment einer Krankheit; v. acer, Aicrinia, bei Andral: ttz Acrisia oder eig.: Jlypocrisia z=i ein zu geringes Maas kritischer Ausleerung. Acris, i] axQcq, genit. -Aoq, -idis, 1. eine hervorstehende Spitze, Schärfe usw.; 2. Lo- custa, eine Heuschrecke, wegen der hoch- vorstehenden Kniee ihrer Springfüsse; vgl. acros etc., auch acris in acer! Acrisia, tj auQicia, Ion. anoioii], 1. Defectus criseos, D. phaenomenorum criticorum, das Ausbleiben od. unordentl. Eintreten der sog. kritischen Erscheinun- gen ; — 2. ein unordentl. stürmischer Zustand der Krankheit, bei welchem sich kein sicheres Urtheil über die Krankheit Kraus's etym. med. Lexicon. 3teAull, und ihren Ausgang bilden lässt; v. «- priv. u. Crisis. — To ttjq cntgiotag ovo/ta dmwg XtysTcu: tjtoi ftrfi ohag eoojti£v?]s yQiaewg, 7] /ttoyf^odg eoojLts- V7]g. Kar' ujutpo) de %av%a oiyacuvo- fieva xaig anetpiaig tmv vooTj/uaxwv auo- Xovdovotv ai au q 1 o 1 a 1. Ta A 7;v. (ftg Innov.Q. Enid. u, *Tnopv. ß») — den Ausdruck Ax q 10 tu braucht man auf zweierlei Weise: sowohl nämlich von der gar nicht zu er- wartenden, als auch von der schwer (und un- vollständig) erfolgenden Krise, ln beiden Fäl- len ist aber die Akrisie Folge des rohen (unge- kochten!) Zustandes (der Säfte) in der Krankheit. Ay.QiOt.ut rj xgiOteq xaxat, oaut yfvojufvut fteru tpvOtxtöv y.fvo)öfO)v y unoOTUOeoiv, ov fiovov ovdev OHpiXtovoiv rouq xufivovraq, ukXu v.ai ytZqov f/ftv, rj TCQoo&ev, notovotv. T'aXyv. (ftq Ijitioxq. tiqoqq.') :— die Akrisie oder üble Krise , sie mag nun durch natürliche Ausleerungen oder durch Abla- gerung in entfernten Theilen zu Stande kommen, hilft nicht nur dem Kr. nichts, sondern verschlim- mert sogar seinen Zustand. acritscus, acritus, a up 1% 0 g, attg 1- <vtY.og, 1. unkritisch, ohne (die ge- hörigen) kritischen Erscheinungen ; — 2. bösartig, als Gegensatz von criticus, also: zu symptom aticus! s. Acrisia, criticus etc. Acriviola nrr Nasturtium Indicum = Tro- paeolum mai. u. min. Bot.; v. acris u. Viola. Acroäina, r 0 « x q 0 uft u, der Lehrsatz, Vortrag; die (gelehrte, philosophische) Demon- stration ; eig. das Gehörte, Vernommene; v. uxow, uxovoj, axouoftat, axoQuofiutt versetzt ay.Qoaof.iai, ich höre, höre zu, vernehme od. lerne durch Hören. acroaniatieus, uxgoafiur txoqy a k r 0 a- matiscfi, discursiv, Vortragsweise; v. Acroama. Acr©api§, 77 uxgoantq, s. AcrÖpis. Acroasis, ?/ uxq 0 u o 1 ?, gen. - eo> ?, das An- hören eines Vortrags, eine hörende Versammlung; s. Acroama. Acroaterion, ro ax q 0 arg q 10 v, ein Hör- saal, Hörzimmer; Kirche; s. Acroama. Acrobatesis, rj uxqoßut77 o 1 <?, gen. - mq, J. das Gehen auf hohen Gegenständen; die Seil- tänzerkunst; 2. das, einigen Schlafwandlern bes. eigene, Besteigen hoher Gegen- stände, der Dachgiebel usw.; v. acros u. Ba- tesis. acrobatictts , 1. uxgoß ar txoq, aufrecht gehend; 2. zu Acrobatesis gehörig, dieselbe übend, damit behaftet, davon herrührend usw.; s. Acro- batesis. Acrobystia, r) uxgoß vona, 1. Praepu- tiurn, die Vorhaut; v. acros u. ßvto, (be- decken usw., s. unter Byssus etc.); — 2. im alt-jüdischen Sinne: das Jleidenthurn, in wel- chem man sich nicht, wie ein Jude oder lurke, beschneiden lässt; — 3. die Beschnei düng. Theophil. Protosp athorius (s. l abnc. Bibi. Gr. cap. XII. pag. 902): ngoq de t 0 uxqo v 3](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29306760_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)