Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon oder Erklärung des Ursprungs ... Physiologie der Sprache / von Ludwig August Kraus.
- Kraus, Ludwig August, 1777-1845.
- Date:
- 1844
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Credit: Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon oder Erklärung des Ursprungs ... Physiologie der Sprache / von Ludwig August Kraus. Source: Wellcome Collection.
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![«woii (Tudotau] fTtiöfqt-inriq xqf/uutui, griq orojuu- Zfzvu 7i o o 0 q, o7ifQ fxrf/tn r a l tv t fj ay.Qo- ß vorig. z= Das äusserste Ende des Schaam- gliedes ist mit einem Ueberhäutchen bekleidet, das man tioo&tj nennt und welches beider Be- sch n eidun g weggeschnitten wird. •— Darnach sollte man vermuthen, dass * axq oßvari a’ als verdorben für ‘ axqonoa&ia'> stände. acrobysticus “acroposthicus; v. Acrobystia. Acrobystiolithiis = Epagogiolithus; v. Acrobystia u. Lithos. acrocarpus, mit an der Spitze stehen- der oder gipfelständiger Frucht; bei Bridel-Brideri (Bryologia): rnusci frondosi acrocarpi, Laubmose mit gip- felständigen Früchten; von acros u. Carpus. Vgl. pleurocarpus. Acroch.il*, ?/ ux q o % e iq, genit. - hqoq, - I- ris, 1. eig. das äusserste Ende der Hand, die Fingerspitzen; v. acros u. Cheir; — 2. die Handwurzel; — 3. der (ganze) Vorderarm, bestehend aus: «) Carpus oder Brachiale, Vor- derarm, b) Meta carpus oder Postbrachiale, c) Finger. Acrochiresis, Acrochiria, Acrochi- r i S III 11 S, T] U X q 0 '/ f l Q y O l q, UX Q o y f l q IT] {II i p- p o kr.), o uxq o/fiqi o/t o q, der Fing erkämpf, eine Art zu — boxen ! wobei die Kämpfer die Spitzen der Finger gegen einander gesetzt ha- ben sollen, oder wobei sie sich bes. mit den Spitzen der Finger schlugen? v. aeros u. Cheir: %uqil,o) , etwas mit der Hand verrichten. Acrodiordüii, rt uuQoy o q$mv, genit. - ovo?, -onis, die S ai t e n \v a rz e, eine bes. an den Augenliedern vorkommende, schmerzhafte, an einem gleichsam Saiten- artigen Stiele hängende Warze, Ver- ruca pensilis. Riemer nennt mit Unrecht den Stiel kurz. Auch ist er nicht immer dünn, wie Pas so w sagt; noch sieht die Warze gerade aus, wie eine ab geschnittene Saite, wie Aetius meint. — A. = txyvaiq ntqupfqyq (rov dfqgu- roq) diuorfvov tyovoa ßuoiv. Defin. med. Ga- len. 7=z das A. ist ein runder (Haut-) Auswuchs mit dünner Basis. — H uxqoyoqd oj v orivyv tyti r rjv ßuoiv, ojq dov.tiv txxfy.qf/uao&ui uxq oj yoq ÖTj q o)f.ioo)/ufvy. Ha v XX. Aiyiv. (d'f, ii)=z Das Akrochordon hat eine dünne Basis, so dass es das Ansehen hat, als sei es nach seiner Bil- dung am Ende einer Saite aufgehangen worden. — Sunt (juaedam (/u & X ixy q i u) verrucis simi- lia, fjuoruni - - - Axqoyoqöovu Graeci vo- cani, ubi sub eilte co'it aliquid durius et inter- dum paulo asperius , coloris eiusdem , infra ienue, ad entern latius. Celsus (de Medic. 5, 28, 14.) =r Einige (Meliceris-Arten u. dgl. Hautübel) sind den Warzen ähnlich. Man be- legt sie, nach ihrer Beschaffenheit, mit mancher- lei Namen: Akrochordon nennen die Griechen ein etwas hartes Hautgebilde, das zuweilen ziem- lich rauh, aber immer von gleicher Farbe, tinter- halb dünn, an der Haut aber wieder breiter ist. — Vgl. noch Thymium l Aerochordus (serpens), die Warzen- schlange; v. Acrochordon. A.crOCOlesium, bei Vey etius Renatus (Mulomedieina): das Backenbein, —?— Vielt, eig.: das Kinnbacken gelenk ? da es offenbar aus acros u. Colesium zusammengesetzt ist und also etwa ein hohes Gelenk, ein am obern Theile des Körpers gelegenes Gelenk bezeichnen soll! Acrocolia , y uxqoxojXia, das oberste (auch wol äusserste) Ende eines Glie- des, z. B. der oberste Theil des Oberarms bei seiner Verbindung mit der Schulter. To gfv v- TifQfyov roxi ßquyiovoq; uxqoifxiu xui o),uov Y.iq>uXy xui bnoxfiiq y.ui ux q o x w X i u. Poll u c. Ono- mast. 2, 137. := Der obere Theil des Arms, (oder?) die Schulterhöhe, der Kopf des Ober- arms, (Oberarmknochens,) die (eigentliche) Schul- ter , der obere Theil des (Arms) Gliedes. Acrocolia, r« axqoxoiXiu, genit. - k»v, -iorum, die äussersten Enden der Glieder, bes. von jungem Schlachtvieh, insofern sie für die Küche oder zu ärztlichen Zwecken gebraucht wurden, Trunculi; v. acros u. Colon. Acrodynaa, die Akrodynie, nennen nach Joli. Clir. Aug. Clarus (s. dessen u. Radius's Beiträge zur prakt. Hlkde. 1, 1 , S. 85.) jetzt einige Aerzte: die rheumat. Affection der Nerven ; wahrscheinlich als Versuch einer Ueber- setzung des Ausdrucks : ‘Rheumatismus acutus’ in’s Griechische? v. acros, Odyne. — jU acrodynie, die Akrody nie, V erytheme epidemique de Paris en 1828 et 1829, der Schmerz der Extremitäten-Enden , nennen A n- dral u. A. einen in den Sommern 1828 und 1829 in Paris, abwechselnd mit Grippe u. Cho- lera, epidemisch vorgekommenen stechenden Schmerz in den Hand - und Fussflächen mit nachfolgender mehrmaliger Abschälung der Epi- dermis. Acrolenion, A c r o 1 e n f u m, ro « x q i» X f- t>iov, Cxibitus, die Ellbogenspitze, der Ellen- bogen; v. acros u. Olene. Acromasthium, Acromasttum, . . . . die Brustwarze; v. acros und Masthos oder Mastos. Acromia, Acromion, Acromium, AcrÖmis, to uv, q oj ju l o v, rj auQwjtiiUf ay, qm fit Sy die Schulter liöhe9 die Schulter, Humerus summus $ bei Pferden, Bindern usw. der Widerriss, das Widerross, wie Acrestis; v. acros u. Omos. acromialis, zum Akromion gehörig, dasselbe betreffend usw.; sprachwidrig gebildet aus dem Griech. Acromion mit Lat. Endung. Acromiorlieuma, f. st. Acromiorrheuma. Acromiorrlieiuna, Rheumatismus a-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29306760_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)