Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon oder Erklärung des Ursprungs ... Physiologie der Sprache / von Ludwig August Kraus.
- Kraus, Ludwig August, 1777-1845.
- Date:
- 1844
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Credit: Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon oder Erklärung des Ursprungs ... Physiologie der Sprache / von Ludwig August Kraus. Source: Wellcome Collection.
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![eingebornen Wärme, wird aber auch durch hef- tigen Schmerz erregt. — Wvgiq rorv uxgoTg- Qio>v ev-ye xolq oqeoe, Ixavöjq oXe>ov ovfimtofxu (pXeyfxovuZq otpodgoruruiq to)v OTiXuy'/voiv eniyevo- fievov. FuXgv. (eiq Tmtoxg. Jtt7ud///x. £ .) 3ir: Kälte der äussern Gliedmaassen ist in acuten Khten ein sehr gefährliches Symptom, das (bes.) bei heftigen Entzgg. der Eingeweide hinzutritt. — Fegovot ipvygu ytveofXui tu tov ootfiuToq eoyaru fiogeu: gt-vuq xul nodaq xui wtu xui yeiguq uxguq, zz=i ovdev aroitov. FuXgv. (das.) Dass bei alten Leuten die äussersten Theile des Körpers: die Nase, Füsse, Ohren, Finger- spitzen, kalt werden, ist nichts Widerwärtiges. Acroteriasis, rj uxg oz tj g tuaiq , = A- croteriasmus. Acroteriasma, TO uxg(OTT/g lUOfia, Mcm- brum amputatum, d. a bg esch n i tte ne G I i ed; s.: Acroteriasmus, 6 uxgoTggiuo/xoq, der Akroteriasmus , 1. die Abnahme (Amputation) der äussersten Glieder, z. B. der Nase, der Hände, Füsse; auch: das (zufällige) Abhauen ders. usw.; v. uxgorjjgiuqoj, fut. - «o«, die Glie- der, od. vielmehr: die äussersten Enden ders. abhauen; v. Acroterion etc. — — 2. das sogen. Gangränesciren der äussersten Theile wegen vermeintl. Fäulniss oder eig. wegen Abnahme des Lebens, welche sich in den äussersten Thei- len durch Sphacelismus senilis offenbart: tojv uxgwv evioze diuounev ro)v} olov yetgoq i] nodoq, tdoze xru uv tu tu ootü diutfi&agijvai, rf ex ngo- xuTUQXTixrjq uixtuq , xwcayevzu, g xui ngoiyyov- fievojq diuouTCevTu. TI uv XX. Aiyiv , g , nd . — Zuweilen gehen die äussersten Glieder in Fäul- niss (und Brand) über, z. B. eine Hand oder ein Fuss, so dass selbst die Knochen absterben, entw. wegen einer (äussern) vorbereitenden Ur- sach, oder wegen eines Knochenbruches oder wegen einer organisch (von innen heraus) sich bildenden Fäulniss. — — Aieggei diu nuvxoq tov oiD/iuToq uvo)Oev ug^u/zevov n ev tjj xecpuXfj Idgzi- %Xev xuxoy. Kat, ei riq ex %o)v fteyiOTWv negiye- volto, xo)v ye a x g 0) t v q i (a v avTiXr^iq uvtov erze- otpicuvev. KuTeoxrjrtTe yug eq tu uidoZu xui eiq uxguq yeiguq xcu noduq, xui noXXoi tpegioxo- fievoi rovTOiv dietfvyov, Ttoi de xui tojv oip&uX- fiwv. G ovxvd id. (Xoi/i, Afhjv. u .) = den gan- zen Körper durchlief ein (gleichsam) flüssiges Leiden, das vom Kopfe auszugehen schien. Ent- ging jemand der grössten Gefahr, so wurden doch noch seine äussersten Gliedmaassen befallen, in- dem entw. die Genitalien oder die Finger, die Fusszehen angegriffen wurden. Viele von die- sen entgingen dem Tode. Einigen fiel es auch auf die Augen. — — Hippokrates {Emd. //.) sagt, wahrscheinl. in Beziehung auf eben diese Atheniensische Pest, dass obgenannte Er- scheinungen sowohl mit als ohne Fieber (=zr ev jivgeToloi xui uvev nvgeTwv) statt gefunden habe. Galen fügt commentirend bei: Tiveg fiev toi t(~)v emnoXrjq eyovzotv ttjv toiuvtjjv otynedovu xru yatgtq Tivgezotv dieipO ugrjouv tu fiogiu' xul ti~ veq avTiöv diu tovto eoot&rjöuv , exxgi&etoijq trjq xuxoyvpuaq dtu tö)v fi o g i m v. zrz: Einigen , wel- che bloss an oberflächlicher Fäulniss dieser Art litten, wurden die Glieder auch ohne fieberhafte Erscheinungen brandig, und gerade das bereitete Einigen Rettung, indem nun die bösen Säfte durch diese äussern Glieder ausgeschieden wurden [?]. Acroterion, Acroterium, ro a x g « t rr gtov, Membrum extremum, ein äusserstes Glied, eine Extremität; v. acros. Acrothymion, Acrothymium, Verru- cula acuta, aspera, sanguinem fäcile jundens, das Akrothymium, ein kegelförmiges, rauhes, leicht blutendes Wärzchen; v. acros u. Thymion. Actaea (planta), 1. eig. eine CJferpflanze; v. Acte; — 2. bei Finne usw.: ein Pflanzen- geschlecht, dessen vorzüglichste Species: A. spicata, das (ährentragende)C h ristoph s k r au t, den Schweizer Kräuterhändlern oft seine schwar- zen Wurzeln hergeben muss, um sie den Niese- wurzärzten als Rad. hellebori nigri zukommen zu lassen. Acte, rj uxTg, 1. Littus, das Ufer, der Strand, die Küste, das Gestade; verwandt mit Ancön, Ancos, Ancyle etc. etc., wegen der Biegungen (Buchten) der Ufer; nach Andern, wol besser? v. uyoj, uywfu, brechen; vgl. Agma. — 2. Sambucus Fbulus Bot., der A 11 i c h h o 1- der, (und S. niger, der Flieder), weil beide gern an steilen Ufern wachsen. Actlll, Actis, uxtiv, UXT iq , genit. - Zvoq, Badius, derStra 1, Sonnenstral; die Speiche (am Rade); der St ra lenkranz; nach Manchen v. ayoi, uywf,ii, brechen, s. Agma; nach Andern v. uioao), fut. uzqo), schnell bewegen, vgl. Aix. Actinenchyma, bei Hctyne: das stralzellige Gewebe der vollkomm- lieren Pflanzen; s. unter Chyma! v. Ac- tin u. Enchynia. Actinobolia, Actlnobolismus, i)axr t- v o ß o X t«, Eradiatio, das Stralenwerten; v.: actinobolus , UXTIV oßoXoq, eradians; v. Actin u. ßuXXoj, s. Bolus. actinödes , actin o‘i des, er/T iv oet- dys, civtodys, 1. eig. radiis simi- lisy radiiformis ? stralenähnlich; 2. eradians, stralenwerfend, stralend; v. Actin u. eld'oc:. Actlnographia, i] UXT iv oy gug> tu, Ra- diorum descriptio, R. designatio, die Beschrei- bung od. Zeichnung der Lichtstralen; auch wol ^1= Ac t i n o 1 o gi a ; v. Actin u. Graphe. actinogTaphicus, actinogräphus, sich mit Aktinographie beschäftigend usw. Actinologia, Doctrina de (luminis) ra- diis, die (Aktinologie) Lehre von den (Licht-) Stralen, die S tr al enl eh re; v. Actin u. Logos. Actinophthallims, Oculus radians, O. lucens, das stralende, leuchtende Auge; v. Ac- tin u. Ophthalmus. Actinosteophyton, Osteophytum ra- diatum, das Ahtinosteophyt, straliye Knochenyeivächs, VOsteophyte rayonne bei Loh stein ; v. Actin, Osleopliyton. Actio, ?; ev 6 Qy £ta, die](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29306760_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)