Ein Rundblick auf die Trichinen-Literatur / von B. Rupprecht.
- Rupprecht, Bernhard, 1815-
- Date:
- 1866
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Credit: Ein Rundblick auf die Trichinen-Literatur / von B. Rupprecht. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![schlachtete Schwein hat jedenfalls nur wenig Trichinen bei sich ge- habt. Daher auch die geringe Ausbreitung der leichten Epidemie unter den vielen Testgenossen und das Einsetzen der Krankheit erst in der dritten Woche nach der Infektion. Bei drei Kranken ergab das Harpuniren des Biceps negative Eesultate. Zu der in leichten Fällen meist ein sichereres Ergebniss liefernden Exzision wollte sich Niemand verstehen. In den Kalomelstühlen fanden sich bei zwei Kranken in der dritten Woche Darmtrichmen und Embryonen. Als am 1. Januar c. ein damals verhältnissmässig am schwersten er- krankter Mann, der schon seit Jahren in Folge wiederholter apo- plektischer Anfälle aus atheromatöser Entartung der linken art. fossae Sylvii an Hirnerweichung litt, gestorben war, konnte ich nun auch bei Gelegenheit der Sektion Muskeltrichinen nachweisen; es fanden sich in 8 Objekten 5 Kapseln, also im Pfunde annähernd 36,000. 3. Einzelne Fälle. Dr. Kronfeld in Berlin (Preuss, Ver.-Ztg. N. F. VII. 4. 1864.) berichtet über drei Fälle nach Schinkengenuss; Dr. Scholz in Blankenburg (Deutsche Klinik 37. 1863) über 32 Erkrankungen mit zwei Todesfällen, an Gedern der Hirnhäute bei einem Trinker und akutem Lungenödem bei einer tuberkulösen Frau. Derselbe berichtet in der deutschen Klinik] 18. 20. 21. 1864 über neue Fälle in Blankenburg und gesteht nun selbst Trichinen- infektion als Ursache der früheren Epidemien in Blankenburg zu. Dr. A. Fischer (Berlin, klin. Wochenschrift I. 4. 1864) beschreibt den FaU eines wiederholt infizirten Schlächtergesellen, der in Traube's Abtheilung behandelt wurde ; Prof. E. Wagner (Arch. d. Heilk. V. 2. p. 183) 14 Erkran- kungen, darunter ein Mann, der sich in Hettstädt im Oktober 1863 infizirt hatte. 2 Kranke starben, 4 waren nach dem Genuss von rohem Eindfleisch erki-ankt, das auf dem infizirten Klotz ge- hackt war. Dr. Scheller in Celle (Cellesche Anzeigen) und W. Baring in der Hannover'schen Zeitschrift für prakt. Heilk. 2. p. 236. 1864 , Schuchart Zeitschrift • für prakt. Heilk. 1864, p. 338) hatte schon 1855 12 Kranke an „Dickköpfigkeit behandelt. Im Januar und Februar 1864 erkrankten 8 Personen; Baring stellte sehr schnell die exakte Diagnose und Dürr und Brandes wiesen das Trichinenschwein nach, von dem noch ein grosser Theil unverkauft vorhanden war und konfiszirt werden konnte, so dass eine Anzahl von Menschen vor Krankheit bewahrt blieb; der erste Fall dieser Art. Prof. Gerlach, Direktor der Thierarzneischule in Hannover, berichtet über das von ihm untersuchte Fleisch jenes Schweines (hannoversche Zeitschrift für prakt. Heilk. 5. p. 499. 1864). Er fand sparsame eingekapselte Trichinen, die meisten m den Schul-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22286949_0034.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)