Beiträge zur Kenntnis der Metastasenbildung maligner Tumoren ... / vorgelegt von Max Müller.
- Müller, Max
- Date:
- 1892
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der Metastasenbildung maligner Tumoren ... / vorgelegt von Max Müller. Source: Wellcome Collection.
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![ist maligner als das Carcinom, eine längst klinisch erprobte E|j fahrung. Beim Carcinom findet sich am häufigsten sekundi erkrankt die Leber, beim Sarkom die Lunge. Es wird di aber in keiner Weise verwundern, wenn man bedenkt, vl die häufigen Lebermetastasen beim Carcinom herrühre Stellen wir für die Vergleichung der Metastasenbildung ul gefähr gleiche Bedingungen her, indem wir bei den Carcl nomen die grosse Menge der primären Erkrankungen d\ Magens, der Gallenblase, des Dick- und Dünndarms, die bei! Sarkom so sehr selten sind, in Abgang bringen, so wird dl Verhältnis der Metastasen bei beiden Geschwulstformen seil ähnlich, so ähnlich, dass von einem principiellen wirkliche! Unterschied nicht wohl gesprochen werden kann. Die höhe! Erkrankungsziffer des Peritoneum beim Carcinom erklärt siel ebenfalls zwanglos aus der viel grösseren Häufigkeit der pil mären Carcinome des Peritonealraums. Knochen-, namentlicl aber Lvmphdrüsenerkrankung ist beim Carcinom entschied* häufiger. ' Das bei Sarkomen und Carcinomen der Schilddrüse glei* häufige metastatische Erkranken der Lunge, sowie die koij statirte Uebereinstimmung in der Reihenfolge der übrige! -Organe in Bezug auf die Häufigkeit ihrer metastatischen E krankung berechtigen uns zu dem Schluss, dass für die Meh\ zahl der Fälle auch der Weg, den die Metastasen nehmen, bl beiden Geschwulst formen derselbe ist, und zwar der Blutwe\ Es liegt nahe, für diesen Vorgang in der Pathologie na* Analogien zu suchen und wir finden sie in der Fettemboll und bei den pyaemischen Metastasen; Prozesse, für welcfl die Blutbahn als Verbreitungsweg in sicherer Weise nacll gewiesen wurde, v. Recklinghausen sagt darüber: « Die Fetj « embolie, die sich im venösen Blutstrom aus dem Knocheij « mark nach den Lungen begibt, ist deshalb in den Lungeil ff gefässen, als dem Ort der ersten Filtration des Blutes, ail ff stärksten, betrifft alsdann dieGlomeruli der Nieren, die kleine ff Gefässe des Centralnervensystems, des Herzens und der Köil « permuskulatur, in geringerer Stärke die Gefässe der Milz, de] -ff Leber, des Darms und der übrigen Schleimhäute. Die p>| -« aemischen Metastasen verbreiten sich über die verschiedene! fein 1 te](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b3058758x_0062.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


